Veranstaltungen Verlängerung fürs Volksfest

Ulm / Edwin Ruschitzka 09.08.2018

Gähnende Leere gerade auf dem Volksfestplatz in der Ulmer Friedrichsau. Nachdem William Capoen nach 18 Jahren sein französisches Dorf für immer abgebaut und einen Teil der Kulisssen verkauft hat, sucht die Ulm Messe nach Veranstaltungen, die dort nach Schwörmontag stattfinden können – und das bislang mit durchwachsenem Erfolg. Fest steht bisher nur: Das Ulmer Volksfest wird 2019 um eine Woche verlängert. Darauf haben sich die VMV GmbH und die Beschicker geeinigt. VMV steht für „Volksfeste, Märkte, Veranstaltungen“, eine Firma, die von Oliver Fischer und Michael Steinmüller geleitet wird.

„Ein Großteil war dafür“

Die Idee, das Volksfest nach dem Abzug des französischen Dorfs zu verlängern, haben die VMV-Chefs schon während der diesjährigen Saison mit den Beschickern besprochen. „Ein Großteil war dafür, es gab aber auch wenige, die nicht so begeistert waren“, sagt Oliver Fischer. Was an den Nachfolgeaufträgen liege. Dann sei aber die Entscheidung gefallen: Das Volksfest wird 2019 erstmals 17 Tage dauern – vom 12. bis zum 28. Juli. Schwörmontag ist im nächsten Jahr am 22. Juli.

Voraussetzung für die Verlängerung des Volksfestes ist nach Ansicht von Jürgen Eilts, dem Geschäftsführer der Ulm Messe, ein attraktives Programm. Diesbezüglich vertraut er auf das Geschick der VMV. Eilts: „Unser Volksfest lebt einfach von attraktiven Fahrgeschäften.“ In diesem Jahr hatte das Volksfest tatsächlich mit dem „V-Maxx“ und dem „Blackout“ zwei absolute Überflieger im Programm – und das im wahrsten Sinn des Wortes. Was die neue Gastronomie ohne ein großes Bierzelt betrifft, würden sich ja die Geister scheiden, sagt Eilts. Hier setzt die VMV auf kleinere Einheiten ohne das klassische Programm im großen Festzelt.

Einen Nachfolger für das französische Dorf hat Eilts noch nicht gefunden. „Es gibt bislang nur ein paar Begehrlichkeiten von Veranstaltern von Streetfood-Märkten“, sagt der Messe-Geschäftsführer. Doch dafür sei das Volksfestgelände in der Friedrichsau einfach zu groß. Erfahrungen mit Streetfood-Märkten dort, die auch noch einen Eintrittspreis erhoben hätten, seien in der Vergangenheit nicht so gut gewesen.

Und so dürfte zumindest in diesem Jahr die nächste große Veranstaltung in der Friedrichsau das von Gerhard Noller präsentierte 9. Ulmer Oktoberfest sein – von Freitag,  28. September, bis einschließlich Mittwoch, 3. Oktober. Kein Programm gibt es in dieser Zeitspanne am Sonntag und Montag.

Nicht so viel Andrang wie im Jahr 2017

Besucherzahlen Die Volksfestveranstalter der VMV GmbH hatten am Ende ihrer Saison erstmals keine Bilanz veröffentlicht. Auf Nachfrage sagte Geschäftsführer Oliver Fischer, dass man die Vorjahreszahl mit  etwa 300 000 Besuchern nicht erreicht habe. Was auch am schlechten Wetter gegen Ende der Veranstaltung gelegen habe. 2017 sei das erfolgreichste Volksfest seit 15 Jahren gewesen.

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