Aufmerksame Verkehrsteilnehmer haben den kleinen Spiegel an der Kreuzung Frauenstraße/Karlstraße schon bemerkt. Seit November hängt er dort und soll für mehr Sicherheit beim Rechtsabbiegen sorgen.

Immer wieder kommt es zu folgenschweren Unfällen, wenn Auto- und Lastwagenfahrer Radler übersehen, die sich in ihrem toten Winkel befinden. Die sogenannten Trixi-Spiegel haben sich bereits in einigen Städten als wirkungsvoll erwiesen, um solche Unfälle zu vermeiden. Die kleinen konvexen Verkehrsspiegel werden an der Ampel angebracht. Durch ihre besondere Biegung erlauben sie vor allem Fahrern von großen Fahrzeugen einen besseren Blick in den Bereich des toten Winkels. So können sie beim Abbiegen nach rechts erkennen, ob dort etwa ein Radfahrer steht, den sie sonst übersehen hätten.

Blaustein

Weitere Spiegel werden montiert

Die Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes werden in den kommenden Wochen weitere Spiegel montieren, unter anderem am Knotenpunkt Neutorstraße/Karlstraße. Die städtischen Mobilitätsplaner tauschen mit anderen Städten Erfahrungen aus, möchten aber auch von den Ulmer Verkehrsteilnehmer wissen, wie sie mit den Spiegeln zurechtkommen. Wer möchte, kann seine Eindrücke ans Team FahrRad der städtischen Verkehrsplanung schicken. Dort werden die Meldungen ausgewertet. Mail an die Adresse fahrrad@ulm.de.

Erfindung nach der Tochter benannt


Name: Benannt ist der Trixi-Spiegel nach Beatrix, der Tochter seines Erfinders und Herstellers Ulrich Willburger. Sie war vor 25 Jahren als 13-Jährige von einem rechtsabbiegenden Betonmischer überrollt worden. Das Mädchen überlebte schwer verletzt, ist seither halbseitig gelähmt. Freiburg war die erste Stadt, die Trixi-Spiegel im größeren Stil eingesetzt hat.