Es dauerte nicht lange und der Verein „Mein ICH gegen Rassismus“ war geboren. „Seit der Gründung ist so einiges passiert“, freut sich Vorstandsvorsitzende Esra Oneli. „Uns unterstützen mittlerweile so viele tolle Menschen und wir haben diverse Projekte und Aktionen in der Mache. Unter anderem ein Bildungsprogramm.“ Teil dieses Bildungsprogramms ist beispielsweise das kürzlich erschienene Musikvideo „Staatsstreich“, das Esra gemeinsam mit Rapper Fawo geschrieben und aufgenommen hat. Aktuell in Arbeit ist neben Unterrichtsmaterialien außerdem ein Kinderbuch. „Zwölf Autoren und zwölf Illustratoren entwickeln je eine Geschichte, die sich mit Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzt“, erklärt die Ulmerin. „Das Ganze richtet sich an Kinder im Kindergartenalter.“

Der Mensch dahinter ist wichtig

Eine der der Autorinnen ist Inge Brinke. Sie befasst sich in ihrer Geschichte mit der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung. „Mir ist dabei wichtig, dass man eben nicht nur die Behinderung sieht, sondern den Menschen dahinter wahrnimmt. Einfach was in ihm vorgeht, wie er sich fühlt“, erzählt Inge, während Esra zustimmend nickt.
Das Kinderbuch soll Ende des Jahres erschienen. Das Besondere daran ist, dass der Verein es an die Kindergärten in der Region verschenken will. Mehr über den Verein, das Bildungsprogramm und was sonst noch geplant ist, gibt’s in der nächsten Ausgabe.

Musik gegen Rassismus

Das Video zu „Staatsstreich“ entstand Ende Mai in Stuttgart. Tawo und Esra erhielten dabei tatkräftige Unterstützung von Jermain Miller und Justin Kast, die das Video gedreht haben, Beatmaker Joujma-beats und vielen anderen.
[FRIZZ]

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