Ulm Verein Leise froh über Tempo 30 und Lärmschutz

CST 03.12.2015
Der Verein "Leben in der Stadt", abgekürzt Leise, freut sich über den Vorschlag des Fachbereichs Stadtplanung, Bau und Umwelt und die große Zustimmung der Gemeinderäte zur Einführung weiterer Tempo-30-Regelungen wie nachts in der Olga- und Tag und Nacht in der Frauenstraße.

Der Verein setzt sich seit mehr als zwölf Jahren für eine Lärmminderung des Verkehrs im Stadtbereich ein. Das Prinzip des Wohnens und der Vorfahrt der Fußgänger dürfe im Interesse des Wohnens in der Stadt nicht weiter dem Fahrzeugverkehr untergeordnet werden, sagt Sprecherin Ursula Girmond. "Die nächtliche sinnlose Raserei beispielsweise auf der Olgastraße, aber auch auf der Frauen- und Donaustraße muss unterbunden werden."

Die Erfahrungen an der Karlstraße seien positiv "und hoffentlich Ansporn, dieses Konzept weiter zu entwickeln". Dort, auf der Karlstraße, aber auch auf der Zinglerstraße und der König-Wilhelm-Straße gilt bereits seit April 2012 zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30. Dazu heißt es nun im siebten Zwischenbericht des Lärmschutzprogrammes: "Berichte von Anwohnern zeigen, dass sich die Wohnsituation in diesen Straßenabschnitten ,gefühlt' deutlich verbessert hat."

Weiter meint Leise zum Luftreinhalte- und Lärmschutzprogramm: Wichtiger als der Durchgangsverkehr seien die Bewohner, die durch ihre kurzen Wege mehr zur Luftreinhaltung beitragen würden als "saubere Autos, die die versprochenen Werte doch nicht einhalten". Straßenverkehr sei auch wegen des Lärms schädlich. Deshalb begrüßt Leise ebenso die Entscheidung der Gemeinderäte, dass der Lärmschutz an der B 10, Blumenscheinweg, Tangente und Thränstraße endlich weitergeführt wird. Er wurde seit 2002 von den Betroffenen "massiv gefordert".