Tarifkonflikt Verdi Ulm beginnt mit Arbeitskampf

Ulm / swp 10.03.2018
Am Mittwoch gibt es eine allererste Aktion: einen Stadtspaziergang von Erzieherinnen mit Kindern.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für Ostwürttemberg-Ulm stimmt auf Streiks im öffentlichen Dienst ein. Am Montag beginnt die zweite Verhandlungsrunde über das Entgelt mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen. Dazu die regionale Verdi-Geschäftsführerin Maria Winkler: „Die Menschen in den Betrieben, Einrichtungen und Verwaltungen der Städte und Landkreise erwarten ein faires Angebot.“ Noch keinen Warnstreik, sondern nur eine spezielle Aktion soll es nun am Mittwoch, 14. März, geben: Rund 300 Erzieherinnen aus Ulmer Kitas bringen mit den Kindern „Bewegung in die Verhandlungen“.

Die Erzieherinnen begeben sich zwischen 10 und 11 Uhr auf einen Stadtspaziergang. Sie wollen sich an zentralen Plätzen wie Willy-Brandt-Platz und Tannenplatz treffen. Die Kinder sind laut Winkler mit dabei, damit „Eltern nicht von der Aktion betroffen sind und zur Arbeit können“.

Verdi fordert Tariferhöhungen von sechs Prozent, mindestens 200 Euro monatlich sowie für die Azubis 100 Euro mehr. Im Verdi-Bezirk Ostwürttemberg-Ulm seien rund 15.000 Tarifbeschäftigte in Verwaltungen, Krankenhäusern, Bauhöfen, Kitas, Kultureinrichtungen, Energiebetrieben und im Nahverkehr betroffen. Sie würden in nächster Zeit die Verhandlungen genau beobachten. Falls in der zweiten Runde kein annehmbares Angebot herauskomme, avisiert Winkler beginnend mit dem 19. März die ersten Streiks.