Söflingen UWS peilt einen vierten Sitz am Ratstisch an

JAKOB RESCH 23.01.2014
Die Unabhängige Wählervereinigung Söflingen ist zur Kommunalwahl im Mai eine von vier Listen, die am Ende die FWG-Fraktion ausmachen.

Wolfgang Traub ist zufrieden. Der Vorsitzende der Unabhängigen Wählervereinigung Söflingen (UWS) sagt zur einstimmig aufgestellten Liste für die Ulmer Gemeinderatswahl am 25. Mai: „Eine ausgewogene Mischung.“ Mit mehr jüngeren Leuten (Durchschnittsalter: 53). Mehr Frauen (auf den ersten 20 Plätzen stehen Männer und Frauen im Wechsel). Allen Berufsgruppen (sieben Handwerksmeister und viele Geschäftsleute). Kandidaten aus Söflingen, vom Kuhberg, vom Hochsträß (womit der Vertretungsanspruch der UWS abgesteckt wäre). Also: „Ein guter Querschnitt.“ Weshalb man denn auch ein viertes Mandat anstrebt. Derzeit stellt die UWS drei Stadträte, in den 80er Jahren waren es auch schon mal fünf.

Und damit in den Wahlkampf, der auf der Straße jetzt freilich noch nicht anzieht. Stadträtin Hanni Zehendner erneuerte bei der Kandidatenvorstellung gestern aber schon mal einen von der UWS bereits 2012 vorsichtig gehegten Wunsch. „Wir haben die Vision, eine Art Bürgerhaus in Söflingen einzurichten“, so wie Weststadt und Eselsberg schon eines haben. Man denkt dafür an vorhandene Räume im Klosterhof („bei den Leuten“), Räume für Jung und Alt, für Kurse, Kunst, Kultur, für einen Stadtteilkoordinator und eine Zweigstelle des Generationentreffs. Das entspräche dem Bevölkerungswachstum im Stadtteil, sagt Hanni Zehendner, und würde zur weiteren Belebung Söflingens beitragen.

Spitzenkandidat Reinhold Eichhorn, amtierender Fraktions-Chef der FWG am Ratstisch, nimmt sich derweil noch die Gegenwart vor und den Verkehr in Söflingen in den Blick. So sei weiterzuverfolgen, ob sich die Parkraumsituation mit dem jetzt vorgelegten Parkkonzept entschärfe, während die Verkehrsberuhigung am Gemeindeplatz derzeit auf Eis liege. „Da müssen wir dranbleiben.“ Ebenso an der Ertüchtigung des Mittleren Rings samt Abbiegespuren und Lärmschutz, wie Ratskollege Karl Faßnacht ergänzt, der für die UWS auch bei städtebaulichen Projekten wie dem Westplatz ein Wörtchen mitreden will.

Traub sieht Söflingen im Übrigen als „soziologische Brücke“ für die Dörfer Ermingen, Eggingen, Einsingen und Grimmelfingen zur Innenstadt, wobei sich die UWS als Förderer „der funktionierenden Gemeinschaften in den Teilorten“ versteht. Und die große Stadt? Man trägt die großen Projekte mit. Eichhorn: „Die Bahnhofstraße wird von den Sedelhöfen keinen Nachteil haben.“