Ulm Unterwegs zu den Sternen des Südens

In Bayern sammelt man derzeit Titel. Und in Baden-Württemberg sammelt man jetzt Sterne des Südens. Foto: dpa
In Bayern sammelt man derzeit Titel. Und in Baden-Württemberg sammelt man jetzt Sterne des Südens. Foto: dpa
Ulm / JAKOB RESCH 21.05.2013
Auch das Tourismus-Marketing setzt konsequent auf soziale Medien. Neun Städte im Südwesten wollen jetzt einen Freundeskreis aufbauen.

"Stern des Südens" - das ist natürlich der FC Bayern, wie es in seiner Vereinshymne heißt. Der Stern könnte heller strahlen denn je, gewinnen die Münchner jetzt noch ihre Endspiele. Zum Beispiel das Pokalfinale gegen den VfB Stuttgart. Stuttgart gehört andererseits zu den "Sternen des Südens". Das sind die kreisfreien Städte im Südwesten, darunter auch Ulm. Und in deren Namen kann man nun sogar Sterne sammeln. Allerdings sind damit keine Titel gemeint, zu gewinnen sind vielmehr Freunde.

So hat der Marketingkreis Städtetourismus, der unter dem Sternen-Banner des Südens die neun großen Städte Baden-Württembergs vereint, jetzt die Kampagne "Sternsammler 2.0" gestartet, die ganz neue Wege im Tourismus beschreitet, eben die sozialer Medien. Mit der Entdeckung von Museen, Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen in den Städten soll über eine eigene App, Facebook und Twitter ein Sternenfreundeskreis entstehen.

Dieses Netzwerk hat mit Bayern nur insofern etwas zu tun, als Ulm über die Touristikgesellschaft UNT auch Neu-Ulm mitspielen lässt. So ist unter insgesamt 90 Zielorten neben Tiergarten, Stadthaus und Kloster Wiblingen in Ulm der Barfüßer-Biergarten im Neu-Ulmer Glacis anzusteuern. An all diesen Orten, an denen QR-Codes zum Einsteigen einladen, ist mit dem Smartphone ein digitaler Stern einzustecken.

Sabrina Schmid, bei der UNT für E-Marketing zuständig: "Das ist aufgebaut wie eine Schnitzeljagd." Bei der man zwar keine Pokale gewinnen, sich dafür aber Orden verdienen kann, wenn man entsprechend Standorte abgeklappert hat. "Man kann sogar Bürgermeister werden", rein virtuell, versteht sich. Der Mehrwert für alle dabei: "Es ist eine Anregung, in Baden-Württemberg unterwegs zu sein, ein Anreiz für Heidelberger, nach Mannheim, oder für Ulmer, nach Stuttgart zu fahren."

Ganz real gibt es Ermäßigungen für Stadtführungen oder ein Gratis-Eis. Das ist nur recht und billig. Schließlich sind die Sternsammler letztlich Botschafter der Städte - so wie gute Fußballer. Fußballstadien gehören übrigens nicht zu den Ausflugszielen. So viele Sternstunden gibts da dann auch wieder nicht.

Info die-sterne-des-suedens.de

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