Husten, Fieber, Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns, Kurzatmigkeit oder gar schwere Atemnot – diese Symptome treten häufig bei einer Covid-19 Erkrankung auf. Mit welchen Beschwerden Betroffene rechnen müssen, wenn sie die Erkrankung überstanden haben und welche bleibenden Schäden Covid-19 hinterlassen kann, ist bisher aber kaum erforscht. Nach bisherigen Erkenntnissen müssen jedoch 50 Prozent der Erkrankten mit Langzeitfolgen für Lunge und Herz rechnen.
Um mehr über die Spätfolgen zu erfahren, startet die Uniklinik für Innere Medizin II ein Forschungsprojekt. Im Zuge der Studie können sich betroffene Patienten in einer eigens dafür eingerichteten Post-Covid-19-Spezialambulanz untersuchen und beraten lassen.
„Wir wollen Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, bestmöglich unterstützen. In unserer Spezialambulanz bieten wir den Betroffenen modernste nicht-invasive Untersuchungsverfahren von Lunge und Herz an“, sagt Oberarzt Dr. Dominik Buckert, der die Studie leitet. Zu diesen Verfahren gehören neben der etablierten Lungenfunktionsprüfung und Messung der Atemgase in Ruhe auch die Messung der Lungen- und Herzleistung unter körperlicher Belastung, die sogenannte Spiroergometrie. Mit Hilfe des Herzultraschalls sowie des Herz-MRTs sollen die Auswirkungen der Covid-19-Erkrankung auf die Pumpkraft des Herzens und die Herzleistung untersucht werden.

Info Terminvereinbarung Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen. Ansprechperson: Dr. Dominik Buckert, Tel.: (0731) 500 45010.