Es ist nur eine Anschubfinanzierung für die Lehrausstattung an der Uni. Aber für Prof. Holger Barth vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie ist es „die perfekte Grundlage für einen künftigen Masterstudiengang“.  Mit 50.000 Euro unterstützt die chemische Industrie das Fach Toxikologie an der Universität Ulm. Einen symbolischen Scheck und einen mit Münzen gefüllten Erlenmeyerkolben übergab Ralf Müller, Geschäftsführer der baden-württembergischen Chemie-Verbände, am Freitag an Barth, der einen entsprechenden Förderantrag gestellt hatte.

Toxikologen – darunter versteht man wissenschaftlich ausgebildete Experten für Giftstoffe – seien zunehmend gefragt, sagt Barth, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Toxikologie ist. Ein Grund dafür sei die veränderte Chemikaliengesetzgebung in Deutschland und Europa. Auch bei den Studenten sei das Interesse am Thema groß. Langfristiges Ziel sei daher ein neuer Masterstudiengang Toxikologie.

Zunächst profitieren die Studenten in chemischen, biochemischen und biotechnologischen Studiengängen – dort wird das Fach Toxikologie gelehrt – von der Förderung. Darunter sind nicht nur die Ulmer Studiengänge, sondern auch die gemeinsamen Masterstudiengänge mit der Hochschule Biberach. Chemieverbandsgeschäftsführer Ralf Müller lobte das Engagement der Uni Ulm. Absolventen mit fundiertem Wissen in Toxikologie hätten sehr gute Karrierechancen, sagt er.