Von einem „Drittmittelrekord“ sprach Uni-Präsident Michael Weber beim Dies academicus der Universität Ulm. 2018 hatten Forscher demnach knapp 105 Millionen Euro Fördergelder für ihre wissenschaftliche Arbeit eingeworben – so viel wie nie zuvor. „Dieser Höchststand bestätigt einmal mehr unsere Forschungsstärke“, sagte Weber beim Festakt zum Uni-Feiertag im Hörsaal der Medizinischen Klinik.

Als herausragendste Erfolge nannte er unter anderem die Weiterförderung des Trauma-Sonderforschungsbereiches mit rund 10,6 Millionen Euro und die Zusage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), ein Institut für Quantentechnologien auf dem Ulmer Campus einzurichten (wir berichteten). Mit rund 11 Millionen Euro jährlich sollen dort Präzisionsinstrumente für Raumfahrtanwendungen auf Basis der Quantentechnologie entwickelt werden – etwa für die Navigation oder für die Erd- sowie Wetterbeobachtung. Ebenso wie der größte Erfolg der Universität, die Einwerbung eines Clusters zur Batterieforschung bei der Exzellenzstrategie im vergangenen Herbst, sind diese jüngsten Bewilligungen nicht in den Drittmittelrekord von 2018 eingerechnet.

10 500 Studenten

Auch im Bereich Lehre seien zuletzt wichtige Projekte eingeworben worden, etwa zur passgenauen Unterstützung in der Studieneingangsphase, so Weber. In einem weiteren neuen Vorhaben mit den Hochschulen Biberach und Ulm erhalten Studierende zudem die Chance, unternehmerisches Handeln und Selbstständigkeit zu erfahren. Diese und weitere Angebote kommen derzeit rund 10 500 an der Universität Ulm eingeschriebenen Studentinnen und Studenten zugute.

  Die weiterhin rege Bautätigkeit auf dem Campus zeuge von der positiven Entwicklung der Uni. So steht das Zentrum für Quanten- und Biowissenschaften (ZQB) kurz vor dem Bezug. Beim Dies academicus nannte Weber weitere Bauprojekte der Universität wie einen Neubau für den 2018 eingeworbenen Partnerstandort des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) sowie das künftige Trainingshospital für Medizinstudierende. Darüber hinaus sollen neue Forschungsflächen für das Exzellenzcluster entstehen.