Seit 2008 trägt die Uni Ulm dieses familienfreundliche Qualitätssiegel, das aktuelle Zertifikat läuft bis Dezember 2017. Die familienfreundliche Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen sei nicht nur ein wichtiger Standortfaktor in Konkurrenz mit anderen Hochschulen, "sie ist auch für die persönliche Zukunftsplanung der Uni-Angehörigen und Studierenden entscheidend und erleichtert ihnen die Bewältigung ihres beruflichen Alltags, was nicht zuletzt der Universität wieder zugute kommt", sagt Prof. Ulrich Stadtmüller, Vizepräsident für Lehre und Internationales.

Mit zahlreichen Maßnahmen hat sich die Universität Ulm für die familiengerechte Hochschule stark gemacht, heißt es weiter in der Pressemitteilung der Universität Ulm. Zu den wichtigsten Angeboten zählen die verschiedenen Kinderbetreuungsangebote mit Kinderkrippe, Kindergarten und Notfallbetreuung. Vor allem von den an die Arbeitszeit der Eltern angepassten Öffnungszeiten und den vergleichsweise wenigen Schließtagen profitieren berufstätige und studierende Eltern. Flexible Arbeitszeiten, ein Vertretungspool im Sekretariatsbereich sowie besondere Betreuungsangebote für die Ferien sollen den Beschäftigten helfen, Familie und Beruf besser unter einen Hut zu bekommen.

Wissenschaftlerinnen profitieren speziell von Laborunterstützungsprogrammen für werdende und stillende Mütter, aber auch von Wiedereinstiegsstipendien für Nachwuchsforscherinnen. Für Studierende interessant sind in diesem Zusammenhang nicht zuletzt die Studienmodelle individueller Geschwindigkeit sowie eine Vielzahl virtueller Angebote. Und selbst im Hinblick auf die Studien- und Prüfungsordnungen wird auf Familienpflichten Rücksicht genommen. Brandneu im Angebot: Seit dem Wintersemester können Studierende im Eltern-Kind-Lernraum Betreuungslücken überbrücken und ihren Nachwuchs mit an die Uni nehmen. Ein neu eingerichteter Elternstammtisch bietet studentischen Mamis und Papis außerdem die Möglichkeit zum persönlichen Erfahrungsaustausch.

Zur Koordination all dieser Angebote hat die Universität eigens eine Beratungsstelle eingerichtet: den Familienservice. Dabei steht nicht allein der Nachwuchs im Fokus. In Zukunft sollen beispielsweise auch die Angebote zur Pflege-Unterstützung ausgebaut werden. "Wir versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten, individuell auf die Anliegen unserer Studierenden und Beschäftigten einzugehen und Lösungen zu finden", sagt Maria Stöckle, die sich mit großem Engagement um die Fragen und Probleme von Uni-Mitarbeitern mit Familien kümmert. Neben den Angeboten und Leistungen des Familienservice hat die Universität unter dem Dach der Zentralen Studienberatung noch eigens eine spezielle Beratungsstelle eingerichtet, die sich um die Belange studentischer Eltern kümmert.