Montagvormittag an der Uni Ulm: Die Türen zum Hörsaal werden aufgestoßen und ein Haufen Studenten rennt, schlürft oder kriecht hinein (so mancher liegt auch noch zu Hause im Bett). Hier einige Fakten zu den typischen Studenten am Ulmer Campus.

Studenten an der Uni Ulm: Der Vollnerd

Jeder im Semester kennt ihn, denn er ist der Eine, der sich schnipsend auf Fragen meldet: der Voll-Nerd.
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Er sitzt schon in der ersten Reihe, wenn der Rest der Kommilitonen noch unter der Dusche steht. Anstelle von Jogginghosen und ausgewaschenen Shirts erscheint er im Hemd mit passender Krawatte und schwingt eine Lederaktentasche neben sich her. Außerdem ist er einer der wenigen, die das Skript parallel zu den Vorlesungen durcharbeiten und manchmal sogar schon längst damit fertig sind. Jeder im Semester kennt ihn, denn er ist der Eine, der sich schnipsend auf Fragen meldet und sogar selbst noch welche stellt.

Studenten an der Uni Ulm: Der durchorganisierte Kaffee-Süchtige

Durchorganisiert und kaffeesüchtig – wenn es um Klausurentermine geht, einfach diese Studenten fragen.
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Jeden Tag eine andere Kaffeekreation im Becher und mehr als sechs verschiedenfarbige „Post-it“ im Kalender. Sollte jemand mal dringend einen Stift brauchen: kein Problem! Denn bei diesem Studenten kann man sich vom Bleistift über den Kugelschreiber bis zur mittelalterlichen Füllfeder alles aussuchen. Und die Klausurtermine können selbstverständlich vorwärts und rückwärts erfragt werden.

Studenten an der Uni Ulm: Der, der nur zum Schlafen kommt

Lange Nacht gehabt? Einige Studenten nutzen den Hörsaal als Schlafsaal.
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Fast erkennt man nicht, wer sich unter der Kapuze mit verwuschelten Haaren verbirgt. Für ein „Guten Morgen“ reicht die Energie noch nicht aus und sobald er sich setzt, rutschen auch schon die Ellenbogen nach vorne weg und es wird weitergeschlafen. Der Weg mit dem Bus den ganzen Eselsberg hoch ist ja schließlich anstrengend!

Studenten an der Uni Ulm: Der, der gar nicht erst erscheint

Ausschlafen statt Uni. Vor der Klausur eilen die vorlesungsfaulen Studenten dann wieder in den Hörsaal.
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Und wenn er sich doch mal blicken lässt, dann frühestens zehn Minuten vor Ende. Aber das auch nur, um dem Dozenten zu zeigen, dass er sich nicht exmatrikuliert hat. Es ist trotzdem keine Seltenheit, dass dieser Student sich ganz zu Beginn und dann erst wieder zur Klausur blicken lässt. Meistens ist das aber kein Problem, denn der Durchorganisierte bringt ihn mit seinen Zusammenfassungen zwei Wochen vorher noch schnell auf den neuesten Stand.

Studenten an der Uni Ulm: Der Coole aus der letzten Reihe

Der Coole aus der letzten Reihe erzählt lieber von der gestrigen Party statt mitzuschreiben.
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Die Uni ist für ihn kein Ort der Lehre, sondern eher ein Ausnüchterungsort oder alternativ auch schon das Vorglühen auf den kommenden Abend. An seinen Stammplatz traut sich keiner, denn so manch einer hat sich dort einen kleinen Minikühlschrank unter dem Tisch eingebaut. Zum Mitschreiben hat er weder die Stifte, noch die Zeit, schließlich muss er ja von den gestrigen Partys berichten!

Welche Studententypen man sonst noch findet, eins haben sie alle gemeinsam: Wenn der Dozent das Wort „klausurrelevant“ erwähnt, verstummt sofort das Schnarchen, hinten werden aus Versehen die Bierflaschen fallengelassen und in der ersten Reihe wurde alles bereits fein säuberlich notiert.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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