Wie viele Babys haben 2016 an der Ulmer Uni-Kinderklinik das Licht der Welt erblickt? Wie viele Eingriffe wurden am Herzen vorgenommen, wie viele am Bauch? Und bei wie vielen Operationen gab es Komplikationen? Antworten auf diese Fragen geben die aktuellen Qualitätsergebnisse der Klinik. Sie sind ab sofort auf der Homepage der Uni-Klinik Ulm für jedermann abrufbar.

 Wie die Uni-Klinik mitteilt, können sich Patienten, Angehörige sowie einweisende Ärzte anhand der öffentlich einsehbaren Daten einen Überblick über die medizinischen Ergebnisse zu Behandlungsqualität und Patientensicherheit für alle relevanten Krankheitsbilder verschaffen. Die Daten seien aus Routinedaten erhoben worden, die die Krankenkassen vor allem zu Abrechnungszwecken nutzen.

20 Uni-Kliniken machen mit

Die Ergebnisse stammen aus dem Vergleich von über 400 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die sich der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angeschlossen haben. Unter ihnen sind auch 20 der 34 deutschen Universitätsklinika. Das Universitätsklinikum Ulm nutzt die IQM-Methodik seit 2015 für sein Qualitätsmanagement. „Wo sind wir gut, wo können wir nachbessern? Mithilfe des dem Qualitätsspiegel zugrunde liegenden Verfahrens können wir Schwachstellen leichter identifizieren und sie in Angriff nehmen“, erläutert Dr. Oliver Mayer, Leiter der Stabsstelle Qualitäts- und Risikomanagement am Universitätsklinikum. „So arbeiten wir zielgerichtet darauf hin, dass beispielsweise nach operativen Eingriffen noch weniger Komplikationen auftreten.“

In der Betrachtung der Qualitätsergebnisse des Jahres 2016 schneide das Universitätsklinikum Ulm mit einem Gesamtergebnis von 76,7 Prozent exzellent ab, heißt es in der Mitteilung. Bei mehr als drei Viertel der gemessenen Qualitätsindikatoren seien am Ulmer Klinikum weniger Komplikationen oder Todesfälle aufgetreten, als durchschnittlich zu erwarten gewesen wären.

Dies umfasse insbesondere Operationen am Herzen und der Herzkranzgefäße, Operationen der Leisten-, Schenkel- und Nabelbrüche,  Eingriffe an den hirnversorgenden Arterien, Entfernungen der Gebärmutter bei gutartigen Erkrankungen sowie Entfernungvon Niere und Harnblase.