Voranstaltungsreihe Uni-Gesellschaft lädt zu Vorträgen ein

Ulm / Rudi Kübler 28.11.2016

Wird Fliegen bald umweltfreundlich? Und was kann die Digitalisierung dazu beitragen, bösartige Tumore besser zu erkennen? Bei der 18. Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) werfen Ulmer Professoren an den Samstagen, 3. und 17. Dezember, einen Blick auf die Chancen des technischen Fortschritts – in der Luftfahrt sowie in der medizinischen Diagnostik und Behandlung.

Vor wenigen Wochen absolvierte ein neuartiger Elektro-Flieger mit Technik der Uni Ulm erfolgreich seinen Erstflug. Das viersitzige Flugzeug nutzt Energie, die von einer Wasserstoffbrennstoffzelle erzeugt wird. Somit fliegt es nicht nur emissionsfrei, sondern auch geräuschlos – und das bis zu 1500 Kilometer weit. „Elektrische Antriebe könnten einen Paradigmenwechsel für kleine Passagierflugzeuge einläuten“, sagt Prof. Josef Kallo, Direktor des Instituts für Energiewandlung und -speicherung an der Uni Ulm und Mitentwickler des neuartigen Brennstoffzellenfliegers. Am Samstag, 3. Dezember, gibt der Ingenieur einen Einblick in die Grundlagen der Wasserstoffbrennstoffzelle und erläutert, welche Herausforderungen, aber auch Chancen dieser Energiewandler mit sich bringt, wenn er als Flugzeugantrieb eingesetzt wird. Kallo geht auch darauf ein, ob und wie sich die elektrisch angetriebenen Flugzeuge als Lufttaxi einsetzen lassen.

Ziel: Eingriffs-Trauma reduzieren

Technologische Entwicklungen sind ein wichtiger Taktgeber in der Medizin. In der Gastroenterologie ermöglichen digitalisierte Verfahren einen genaueren Blick in unseren Magen-Darm-Trakt mithilfe immer kleinerer und dadurch schonenderer Optiken. Sie können helfen, bösartige Veränderungen in einem frühen Stadium zu entdecken. „Oberstes Ziel ist, das Eingriffs-Trauma auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und dabei die gleiche Effektivität für Patienten beizubehalten“, erläutert Prof. Alexander Meining, Leiter der Abteilung für Endoskopie am Uni-Klinikum. „Nebenwirkungen, Eingriffsdauer und die Zeit bis zur völligen Genesung können so möglichst gering gehalten werden.“

Im Vortrag am Samstag, 17. Dezember, legt der Mediziner dar, welche Möglichkeiten die neuen Techniken bieten, in welchen Fällen sie von Nutzen sein können und wie sie in Zeiten knapper Mittel finanzierbar sind. swp

Info Die Vorträge finden im Studio der Sparkasse Ulm statt, Beginn 11 Uhr, Eintritt kostenlos.