In Ulm und Neu-Ulm sowie in den angrenzenden Kreisen Alb-Donau und Keis Neu-Ulm haben Schnee und Glätte den Verkehr am Dienstagmorgen zusätzlich erschwert. Auf der Google Map waren sowohl die B10 von Geislingen nach Ulm, die B28 von Senden nach Ulm, aber auch die B311 von und nach Ehingen tiefrot eingefärbt. Tiefrot steht für Stau beziehungsweise starke Verkehrsbehinderungen.
Wie die Polizei Ulm auf Anfrage mitteilte, gab es in der Region zahlreiche Unfälle.

Unfälle und Stau auf der A8

Auch auf der A8 kam es am Dienstagmorgen zu Behinderungen: Ob Elchingen bei Ulm, Merklingen, Hohenstadt, Wiesensteig oder Hohenstadt oder Gruibingen. Die A8 war auf der Google Map am Dienstagmorgen fast durchgehend tiefrot eingefärbt. „Wir haben insgesamt 60 Unfälle in der Region“, sagte ein Sprecher. Bei dreien habe es auch Verletzte, vermutlich Leichtverletzte, gegeben. Nähere Angaben konnten gegen 7 Uhr noch nicht gemacht werden.

Unfälle im Ulmer Stadtgebiet

Die 60 gemeldeten Unfälle im Präsidiumsbereich der Ulmer Polizei ergaben sich im Zeitraum von 2.30 Uhr bis etwa 7.15 Uhr. Doch erfahrungsgemäß sei die Dunkelziffer bei derartigem Wetter weitaus höher, sagte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage. Denn nicht jeder Unfall würde sofort gemeldet. Wenn ein Wagen zum Beispiel aufgrund der Glätte im Graben landet, bekomme das die Polizei nicht immer mit.
Nach Angaben der Polizei gibt es bisher allein in Ulm vier Verletzte aus verschiedenen Unfällen. Um etwa 4:10 Uhr morgens ereignete sich ein Unfall an der Blaubeurer Straße. Ein Schwertransporter schaffte aufgrund der Glätte die Auffahrt zur Brücke nicht. Einen weiteren Unfall im Stadtgebiet gab es in der Elisabethenstraße. Bei einem Auffahrunfall, der nach Vermutungen der Polizei durch die glatte Straße verursacht wurde, gab es Personen mit leichten Verletzungen. Weitere Unfälle gab es in Einsingen und Eggingen. Die Verkehrslage sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch so unübersichtlich, dass die Polizei keine genaueren Angaben geben konnte. Man müsse sich zunächst einen Überblick verschaffen, so der Polizeisprecher.

Unfälle und Verkehrsbehinderungen auf der B311

Auch auf der B311 war am Dienstagmorgen einiges los. Neben mehreren kleineren Unfällen, über die die Polizei im Laufe des Tages noch genauer informieren will, sorgten auch Pannenfahrzeuge für Verkehrsbehinderungen. Unter anderem blieb ein Lkw auf der Strecke zwischen Ehingen und Riedlingen liegen. Weiter ging es erst, als der Streudienst sich um die verschneiten Straßen kümmern konnte.

Bus und Straßenbahn in Ulm und Neu-Ulm: Verspätungen und Ausfälle

Auch der ÖPNV ist von den Schneefällen betroffen. Am Dienstagmorgen kam es nach Angaben der SWU-Echtzeitauskunft zu Verspätungen auf allen Buslinien. Zusätzlich funktioniert die Fahrtauskunft-App von DING nicht, weswegen Fahrgäste Verspätungen in der App nicht einsehen können.

Verbreitet Schnee in Baden-Württemberg

Der erste Schnee des sich ankündigenden Winters ist in Baden-Württemberg also pünktlich am 1. Dezember heruntergekommen - ganz so, wie es die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vorhergesagt hatten. Die hatten am Sonntag erklärt, dass es in der Nacht zum Dienstag erstmals im ganzen Land schneien könne. „Da wird einiges runterkommen“, hatte DWD-Meteorologe Thomas Schuster am Sonntag gesagt.