Die Staatsanwaltschaft Ravensburg rechnet nicht mehr in diesem Jahr mit einem Ergebnis ihrer Untersuchungen zum tödlichen Unfall auf der B 19, bei dem Mitte November eine Joggerin von einem elektrobetriebenen Auto erfasst und getötet worden war.

Wie Christof Lehr als Leiter der örtlich zuständigen Staatsanwaltschaft Ulm mitteilt, hat seine Behörde den Fall wegen möglicher Befangenheit abgegeben. Bei der getöteten Joggerin handelt es sich um die Ehefrau eines seiner Mitarbeiter, wie der Leitende Oberstaatsanwalt sagt. Deshalb habe der Generalstaatsanwalt das Verfahren an die benachbarte Ermittlungsbehörde nach Ravensburg delegiert.

Joggerin wollte L1079 überqueren und wurde von Tesla erfasst

Die 48-jährige Mutter zweier Kinder am frühen Morgen des 14. November beim Joggen von dem Fahrzeug erfasst worden. Nach Mitteilung der Polizei hatte die Frau gegen 6.15 Uhr versucht, auf Höhe von Unterhaslach die ehemalige Bundesstraße 19 und jetzige Landesstraße 1079 zu überqueren.

Wie kam es zu dem tödlichen Unfall auf der B19?

Der noch von der Ulmer Ermittlungsbehörde gleich am Unglückstag beauftragte Sachverständige soll nun versuchen, den Unfallhergang zu rekonstruieren und weitere Fragen zu klären. So etwa, wie die Sichtverhältnisse in den frühen Morgenstunden waren und ob der Unfall etwas mit der Geräuschlosigkeit des elektrobetriebenen Tesla zu tun hat. Eine weitere Frage wird auch sein, ob das in manchen Tesla-Modellen eingebaute teilautonome Fahrsystem aktiviert war und Auswirkungen auf das Unfallgeschehen hatte.

„Da sind noch viele verschiedene Fragen zu klären“, sagt der Sprecher der Ravensburger Staatsanwaltschaft auf Anfrage: „Das geht nicht von heute auf morgen. Das braucht seine Zeit.“ Er rechnet frühestens Anfang 2020 mit dem Gutachten. .