Ulm / Christine Liebhardt  Uhr

„Ich hab gedacht, ich krieg einen Sitzplatz – Satz mit X!“ So wie Inge aus Ulm ging es vielen Fahrgästen, die am Samstag zum ersten Mal mit der Linie 2 unterwegs waren. Und obwohl es eng war und viele stehen mussten, waren die allermeisten Menschen bestens gelaunt und ziemlich begeistert von ihrer brandneuen Straßenbahn.

„Wir waren im Kino und fahren jetzt wieder nach Hause“, erzählte etwa Christina Schmid, die mit ihrer Familie am Kuhberg wohnt. Die Bauzeit sei eigentlich kein Problem gewesen. „Außer der Römerstraße, das war natürlich schwierig als Autofahrer.“

Extra aus Langenau ist Stefan Schmidt gekommen, um seinen Kindern die Straßenbahn zu zeigen. „Die Anbindung ist unheimlich wichtig, auch für uns.“ Für Sohn Moritz sei es toll gewesen, in die Wissenschaftsstadt fahren zu können. „Vor allem gibt es heute ja auch den Super-Aktionstag mit den Robotern, das gucken wir uns alles an.“ Der Langenauer kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus: „Das Design ist robust, das macht was her, und es ist einfach angenehmes Fahren. Kompliment an die Planer und an die Gremien, die das umgesetzt und entschieden haben.“

Ein Fahrgast lobte, dass die Bauzeit „ohne Pannen und ohne Unfälle“ vonstatten gegangen sei. Das verdiene Anerkennung. Außerdem sei die Kienlesbergbrücke wunderschön geworden, fand er. Das stimme zwar, sagte sein Nebensitzer, kritisierte aber auch: „Leider Gottes sind während des Baus ein paar Betriebe auf der Strecke geblieben.“

Ottorina Giamblanco hingegen freute sich einfach nur und strahlte: „Ich möchte der Stadt Ulm danke sagen und der SWU, dass sie das möglich machen.“ Die Straßenbahn sei „wunderschön“. Sie war gemeinsam mit ihrem Mann Salvatore vom Kuhberg aus unterwegs, wo das Ehepaar wohnt, um „die ganze Strecke zu probieren“.