Schwörmontag Ulms neuer Feiertag: Noch ist nicht sicher, dass er kommt

Schwörmontag mit dem Nabada in Ulm.
Schwörmontag mit dem Nabada in Ulm. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / jon 17.07.2018
Wird Schwörmontag ein gesetzlicher Feiertag? Die Stadt will nun die gesetzlichen Möglichkeiten mit dem Land prüfen. Eine Abstimmung wurde zunächst verschoben.

Wenige Wochen vor Schwörmontag am 23. Juli diskutieren Bürger und Politiker leidenschaftlich, ob Ulms wichtigster Jahrestag künftig gesetzlicher Feiertag werden soll. Eine Abstimmung im Gemeinderat wurde von Gunter Czisch allerdings verschoben. Der OB will zunächst klären, unter welchen Voraussetzungen es möglich ist, einen regionalen Feiertag einzuführen. Der Landtagsabgeordnete Jürgen Filius (Grüne) hat sich an Innenminister Thomas Strobl gewandt und ihn aufgefordert, sich für eine Gesetzesänderung einzusetzen.

Zwischenzeitlich nahm die Debatte im Rathaus humorvolle Züge an. Nachdem Erik Wischmann (FDP) für einen „beweglichen“ Feiertag an Schulen plädiert hatte, um möglichst vielen Klassen die Teilnahme zu ermöglichen, stellte sich die Frage, ob der Weinhof zu klein werden könnte. Während die Grünen den Münsterplatz als Ort der Schwörrede vorschlugen, nannte der OB das Donaustadion.

Weitere Reaktionen:

  • Siegfried Keppler, CDU-Stadtrat: „Ich bitte alle, von der Realität Kenntnis zu nehmen. Ich kenne keinen Unternehmer, der den Leuten nicht frei gibt.
  • Martin Rivoir, SPD-Landtagsabgeordneter: „Bei einem Feiertag besteht die Gefahr, dass die Ulmer ein verlängertes Wochenende wegfahren. Lieber sollte der Dienstag nach Schwörmontag frei sein.
  • Stefan Bill, Sparkassen-Chef: Ich halte es für eine gute Idee, den Schwörmontag aufgrund seiner herausragenden Bedeutung für Ulm zum Feiertag zu machen. Die zusätzlichen Kosten halten sich zumindest für die Sparkasse in Grenzen.
  • Ulrich Kloos, katholischer Dekan: Die Kombination aus Fest und Erneuerung demokratischer Grundrechte sind für mich wirklich Grund, ihn zum immateriellen Weltkulturerbe zu erklären und auch in Ulm zu einem Feiertag zu machen.
  • Otto Sälzle, IHK-Geschäftsführer: Schwörmontag ist ein ulmisches Fest: Morgens schaffen, nachmittags feiern. Wenn wir daraus einen Feiertag machen, verliert Schwörmontag seinen Charakter.

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