DFB Pokal SSV Ulm 1846 Fußball: Offene Rechnung mit Eintracht Frankfurt

Am Samstag spielen die Spatzen gegen Eintracht Frankfurt.
Am Samstag spielen die Spatzen gegen Eintracht Frankfurt. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Henri Gallbronner 17.08.2018
Bittere Erinnerungen an den 20. Mai 2000: Die Spatzen verlieren 2:1 und steigen aus der Bundesliga ab.

SSV Ulm 1846 Fußball gegen Eintracht Frankfurt – war da nicht was? „Die Jüngeren wissen es nur noch aus Erzählungen“, sagt Jürgen Springer, seit zehn Jahren als Maskottchen „Jack“ bekannt. Doch schon in jenen glorreichen Zeiten des Ulmer Fußballs rund um die Jahrtausendwende war Springer als Fan des SSV 46 aktiv.

Der 20. Mai 2000, ein Schicksalstag

Er erinnert sich noch genau an jenen 20. Mai 2000, den letzten Spieltag der Bundesliga-Saison 1999/2000: „Das war damals natürlich ein Riesenspektakel“, erzählt Jürgen Springer. „Eigentlich waren wir nach dem Hamburg-Spiel so gut wie gerettet.“ Dann allerdings folgte die 1:9-Niederlage gegen Bayer Leverkusen. So kam es am letzten Spieltag zum direkten Duell mit dem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf – Eintracht Frankfurt.

Niemand ist damals davon ausgegangen, dass Rostock gegen Schalke gewinnt. Somit hätte ein Unentschieden gegen die Eintracht zum sicheren Tabellenplatz 15 gereicht. Hätte. Stattdessen besiegte Hansa Rostock den FC Schalke 04 mit 2:0, und die Spatzen mussten nach einem umstrittenen Foulelfmeter in der 90. Minute auch noch das sicher geglaubte Unentschieden abgeben – von einem möglichen Siegtreffer in der Nachspielzeit ganz zu schweigen. Ulm verlor 2:1.

Glimpfliche Strafe

Dass sportlich vieles schlecht lief in der damaligen Bundesliga-Saison, sieht auch Jürgen Springer so: „Als Verein muss ich selber gucken, dass ich meine Hausaufgaben mache“, meint er. Dennoch blieb bei ihm und so manchem anderen SSV-Fan ein bitterer Nachgeschmack. Denn in Frankfurt steht ja schließlich die DFB-Zentrale. Und genau die hat Frankfurt nach einem Verstoß gegen die Financial-Fair-Play-Richtlinien ziemlich glimpflich davonkommen lassen: Lediglich zwei Punkte wurden der Eintracht am Saisonende abgezogen.

Springer ist sich „tausendprozentig sicher“: Wäre es um einen anderen Verein gegangen, wäre die Strafe nicht so glimpflich ausgefallen. Er gesteht aber auch ein: „Natürlich kann man das niemandem beweisen.“

Egal, ob Mauschelei oder nicht, der SSV 46 Fußball hat einige Rechnungen offen mit Eintracht Frankfurt. Auch im Pokal unterlag man den Frankfurtern zweimal mit 0:3 im Waldstadion. Dennoch glaubt auch Jürgen Springer nicht an einen Erfolg in der regulären Spielzeit, „vermessen“ wäre das. Seine Prognose: „Wir gewinnen mit 7:6 nach Elfmeterschießen.“

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