Museum Ulmer Museum: Am Mittwoch wird gewählt

Der Stadtrat wählt am Mittwoch die neue Direktorin oder den neuen Direktor des Ulmer Museums.
Der Stadtrat wählt am Mittwoch die neue Direktorin oder den neuen Direktor des Ulmer Museums. © Foto: Volkmar Könneke
MAGDI ABOUL-KHEIR 13.07.2016
Am Mittwochnachmittag wählt der Ulmer Gemeinderat den künftigen Direktor des Ulmer Museums. Zwei Kandidaten und eine Kandidatin treten an.

Wenn die Ulmer Stadträte am Mittwoch, 15 Uhr, im Rathaus zusammenkommen, um einen neuen Chef oder eine neue Chefin fürs Ulmer Museum zu wählen, ist mit Stefanie Dathe eine in der Region bestens bekannte Ausstellungsmacherin im Rennen: Die 48-jährige Kunstgeschichtlerin leitet seit 2007 das Museum Villa Rot in Burgrieden-Rot. Mit Dathe konkurrieren zwei Männer um den Job im Museum: der freie Kurator Christian Philipp Schoen (46) aus Ansbach und Stefan Borchardt (49), Kustos der Kunststiftung Hohenkarpfen/Kunstverein Schwarzwald-Baar-Heuberg in Hausen ob Verena.

„Ich freue mich, dass wir drei potente Kandidatinnen und Kandidaten präsentieren können und der Gemeinderat eine gute Wahl treffen kann“, sagt Kulturbürgermeisterin Iris Mann. Das klingt zumindest gut – am Ende einer Suche, die keine unkomplizierte war, nachdem Museumsdirektorin Gabriele Holthuis im Dezember 2015 gekündigt hatte.

37 Bewerbungen waren bei der Stadt Ulm eingegangen, und dann waren die Findungskommission und die Kulturexperten Dr. Scheytt noch auf weitere interessante Kandidaten zugegangen. Sondierungsgespräche und Verhandlungen zogen sich in die Länge. Dementsprechend ist Iris Mann nun froh, den Stadträten ein Trio präsentieren zu können.

Stefanie Dathe ist durch ihre Arbeit im Museum Villa Rot in der Region gut bekannt und bestens vernetzt. Nach dem Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Philosophie in Mainz, Madrid und Bonn hatte sie an der Uni Zürich promoviert und dann als Kuratorin vor allem im süddeutschen Raum (Ravensburg, Biberach) gearbeitet, bevor sie in Burgrieden mit feinen Ausstellungen auf sich aufmerksam machte.

Christian Philipp Schoen studierte Kunstgeschichte, Politik, Spanisch und Psychologie in Kiel und München, wo er auch promovierte. Er war für diverse Festivals und Kultureinrichtungen tätig, von 2005 bis 2010 dann Direktor des Centers for Icelandic Art in Reykjavik; seit 2010 ist er als freier Kunstwissenschaftler und Kurator tätig.

Stefan Borchardt hat in Marburg, Stuttgart, Montpellier und Paris Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie studiert und promoviert. Er hatte diverse Lehrtätigkeiten, vor allem in Stuttgart, seit 2007 ist er Kustos der Kunststiftung Hohenkarpfen.