Die Covid-19-Pandemie ist der Grund dafür, dass sich im Jahr 2020 die Besucherzahlen im Ulmer Münster halbiert haben: Laut dem Zählsystem an den fünf Eingängen wurden gut 502 000 Gäste und Gottesdienstbesucher registriert; im Durchschnitt strömten mehr als 1370 Menschen täglich in die Kirche. Im Vor-­Corona-Jahr 2019 lag die Besucherzahl bei mehr als einer Million.
„Insbesondere das Frühjahr und die Advents- und Weihnachtszeit waren geprägt vom Pandemiegeschehen und den damit verbundenen Einschränkungen“, berichtet Silke Reiser, die Leiterin des Besucherbetriebs im Münster, von der Statistik des Jahres 2020.

Keine Führungen und keine Gäste aus dem Ausland

Nach einem „starken Start“ im Januar und Februar sorgte die Absage von Gottesdiensten und allen Großveranstaltungen in Ulm für einen starken Rückgang der Besucherfrequenz. Auch die internationalen Touristen sind weggeblieben. Eine Konsequenz: Im gesamten Jahr 2020 blieben sämtliche Führungen ausgesetzt, und der Münstershop musste sieben Wochen lang schließen.
Immerhin war es, so Reiser, dank eines rasch erstellten und immer wieder aktualisierten Hygienekonzepts möglich, die Kirche ganzjährig offen zu halten für Menschen, die beten wollten.
  Laut Silke Reiser waren die besucherstärksten Monate der August 2020 (über 93 000 Gäste) sowie Juli und September (jeweils rund 70 000 Gäste).