Ulmer Komponist Hans Hartwig gestorben

HEP 27.06.2012

Jeder Blasmusiker hat schon mal eine seiner Kompositionen oder Bearbeitungen auf seinem Notenpult liegen gehabt: Hans Hartwig. Der in Ulm lebende Dirigent, Arrangeur und Komponist ist am Montag im Alter von 95 Jahren gestorben.

Zeit seines Lebens komponierte und arrangierte Hartwig für Blasorchester, dabei hatte der 1917 in Neisse geborene Musiker eigentlich zuerst Geige gelernt, die Trompete kam erst als Zweitinstrument dazu, sorgte dafür, dass Hartwig einen Großteil des Krieges im Musikkoprs diente.

Nach dem Krieg spielte Hartwig Geige im Tanzorchester des Südwestfunks, baute in Gengenbach die Stadtkapelle auf, wurde 1965 Stadtmusikdirektor in Weingarten, ein Jahr später übernahm er auch die Leitung des Orchestervereins Ulm/Neu-Ulm. 1971 legte er dieses Amt krankheitsbedingt nieder. Komponiert und arrangiert hat Hartwig nur für Bläser. Warum? "Mit der Zeit bildet sich einfach eine gewisse Routine heraus, die man nicht in mehreren Bereichen gleichzeitig hat", sagte er einmal. Und die Blasmusiker dankten es Hartwig auf ihre Weise: So widmete das Große Berliner Blasorchester dem Komponisten eine CD ausschließlich mit Hartwig-Kompositionen und -Bearbeitungen.

Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Freitag, 6. Juli, 11 Uhr, auf dem Söflinger Friedhof statt.

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