Ulm Ulmer Jungunternehmer importiert Steinstatuen aus Indonesien

ILKAY ARSLAN 05.06.2013
99 riesige Pakete hat Simon Putz vergangenes Jahr für sein Unternehmen "Uluwatu-Stone" aus Indonesien nach Ulm importiert. Mit dem Containerschiff und Lkws wurden diese nach Deutschland transportiert. In den Paketen befanden sich Buddha-Statuen, die er jetzt über seine Firmen-Webseite verkauft.
Simon Putz ist 27 Jahre alt, gebürtiger Passauer und lebt seit sieben Jahren in Ulm. Er hatte schon immer einen engen Bezug zum Buddhismus. Seine Eltern sind beide Buddhisten und somit war er von klein auf umgeben von Buddha-Skulpturen und anderen rituellen Gegenständen. Er ist praktizierender Buddhist und wollte seinen Beruf schon immer gerne mit seiner religiösen Leidenschaft verbinden. Zunächst hat er aber eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration abgeschlossen und auch in diesem Berufsfeld gearbeitet. Vor kurzem kündigte Putz jedoch, um sich ganz seinem eigenen Unternehmen widmen zu können. 

Inspiriert von der Buddha-Statue seiner Freundin entschloss er sich vergangenes Jahr, ein Unternehmen zu gründen und nach Indonesien zu fliegen. Dort sah er sich nach einer Möglichkeit um, Buddha-Statuen nach Deutschland zu importieren, um sie hier zu verkaufen. Er traf auf einen Händler, dessen Schwiegersohn eine Skulpturen-Manufaktur betreibt. Mit diesem wurde er sich schnell einig und begann, den Export nach Deutschland zu organisieren. Für die erste Fracht hatte er sich 99 Statuen ausgesucht. Die kleinste Statue ist 40 Zentimeter groß und für 290 Euro zu erwerben, die größte Statue ist 1,20 Meter groß und kostet knapp 2000 Euro.

Die riesigen Pakete kamen im Winter 2012 und mussten im tiefsten Schnee von den Lkws abgeladen werden. Einige waren bereits für Freunde und Verwandte reserviert, die anderen wurden von Putz' Freundin fotografiert, um sie auf der Unternehmens-Homepage präsentieren zu können. Gelagert werden die Figuren derzeit etwas außerhalb von Ulm. Dort können sie nach Absprache besichtigt werden.

Derzeit baut Putz sein Unternehmen weiter aus. Er will auch in Indien und Nepal Geschäftspartner finden und sein Sortiment mit Messingfiguren, Schmuck und Meditationskissen erweitern.

Herkunft des Namens "Uluwatu-Stone"
Ulu heißt Kopf, Watu Stein. "Uluwatu" selbst ist sowohl ein beliebtes Ziel für Surfer, als auch ein Tempel in Indonesien, der Simon Putz zu dem Namen für sein Unternehmen inspiriert hat.