Ulm Ulmer Großkoalition: Strecke und Stuttgart 21 untrennbar

Stadtrat Gerhard Bühler (Freie Wähler) spricht sich trotz ungeklärter Finanzierung für Stuttgart 21: "Realistische Alternativen existieren nicht."
Stadtrat Gerhard Bühler (Freie Wähler) spricht sich trotz ungeklärter Finanzierung für Stuttgart 21: "Realistische Alternativen existieren nicht." © Foto: Bühler
Ulm / HUT 28.02.2013
Freie Wähler, CDU, SPD und FDP in Ulm haben eine Erklärung zu Stuttgart 21 abgegeben. Man erwartet eine "zeitnahe konstruktive und zielführende Klärung der offenen Fragen und schnellstmögliche Umsetzung der Neubaustrecke und von S 21". Die Grünen lehnen die Erklärung ab.

"Das Projekt Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendlingen-Ulm mit Anbindung des Flughafens und der Messe sind struktur- und verkehrspolitisch für das gesamte Land von herausragender Bedeutung . . . Für Stadt und Region bietet die Neubaustrecke enorme Entwicklungschancen, sie ist Voraussetzung nachhaltiger wirtschaftlicher Leistungskraft." So lauten zentrale Aussagen einer Erklärung, die Stadtrat Gerhard Bühler im Ulmer Fachausschuss für Stadtentwicklung für die FWG-Fraktion abgegeben hat. Ihr schlossen sich in der in dieser Frage bekannten Großkoalition CDU, SPD und FDP vorbehaltlos an, wie deren Sprecher Herbert Dörfler, Dorothee Kühne und Rose Goller-Nieberle sagten.

In der Erklärung heißt es weiter: Neubaustrecke und S 21 seien untrennbar miteinander verbunden. "Realistische Alternativen existieren nicht." Man erwarte nun eine "zeitnahe konstruktive und zielführende Klärung der offenen Fragen und schnellstmögliche Umsetzung der Neubaustrecke und von S 21".

Die Grünen lehnen diese Erklärung ab. Sie halten eine Realisierung der Strecke bis Wendlingen und - wie am Dienstag berichtet der Verkehrsclub Deutschland, VCD - die Weiterführung und Anbindung über die Wendlinger Schleife für eine denkbare Variante, wie die Fraktionsvorsitzende Birgit Schäfer-Oelmayer sagte. "Die Kostensteigerungen bei Stuttgart 21 sind nicht vertretbar."

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