Anzeige Ulmer Denkanstöße vom 14. bis 17. März im Ulmer Stadthaus

Ulm / Stefanie Müller 13.03.2018
Hier gibt‘s frisches Denken. Liebe, Freude, Wut, Hass: die Macht der Gefühle

Eine Traumhochzeit im Fernsehen, die einen zu Tränen rührt, ein spannungsgeladenes Computerspiel, das regelrecht fesselt oder der ungebremste Freudentaumel bei einem Fußballspiel - das sind Emotionen pur. In der heutigen Zeit wandern große Gefühlsausbrüche oftmals in die Öffentlichkeit. Eine Entfesselung von Gefühlen zeigt sich auch deutlich in den sozialen Medien: Hass, Verachtung und Ressentiments breiten sich aus. Dabei wirken diese medial vermittelten Gefühle hochansteckend. Auf einer sozialen Plattform kann jeder, unabhängig von Status und Person, anonym seine Meinung kundtun, völlig losgelöst von Sachargumenten und einem Gegenüber. Die Ulmer Denkanstöße haben sich deshalb dieses Mal das Thema „Gefühle“ auf die Agenda geschrieben. Denn ärgerlich und wütend kann jeder mal werden, aber authentischen Gefühlen im richtigen Maß und zum richtigen Zeitpunkt Raum zu geben, das ist eine regelrechte Kunst.

Frische Gedanken und Impulse

Die Ulmer Denkanstöße laden jedes Frühjahr ein, frische Gedanken zu tanken, querzudenken und neue Impulse mitzunehmen. Die Vorträge, Symposien und Podiumsdiskussionen werden ermöglicht vom Kulturamt, der Universität und der Sparda- Bank. „Dabei wird in jedem Jahr ein aktuelles Thema ausgewählt – eines, das die Menschen bewegt“, so Prof. Dr. Renate Breuninger, Geschäftsführerin des Humboldt-Studienzentrums der Universität Ulm. „Wir freuen uns an den vier Tagen wieder über viele Besucher – dabei bieten wir für jeden etwas Ansprechendes: das schon genannte Thema Hochzeit, das mit einer breiten Gefühlspalette belegt ist. Fußball begeistert die breite Masse. Computer- und Internetsucht können jeden treffen – ein Problem, das nie aktueller war als heute und das in der gesamten Gesellschaft anzutreffen ist.“ Für alle Themenbereiche wurden mitreißende Menschen eingeladen, die beim Publikum Denkanstöße auslösen sollen. Unter anderem ist das die Fernsehmoderatorin Dunja Hayali, die über Macht, Medien und Manipulation sprechen wird. Die Politikerin Claudia Roth berichtet von ihren schlechten Erfahrungen mit Hasskommentaren in sozialen Medien und erklärt, welche Konsequenzen sie daraus gezogen hat. Prof. Dr. Gunter A. Pilz spricht über große Emotionen beim Thema Fußball. Außergewöhnlich ist sicher das interaktive Theaterstück „Endgame“, das mehrmals während der Denkanstöße aufgeführt wird. Dabei geht es hauptsächlich um die emotionale Beteiligung bei Computerspielen. Info Denkanstöße vom 14.-17. März im Ulmer Stadthaus, das gesamte Programm siehe unten.

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