Ulm / swp  Uhr

„Xin Nian Kuai Le“ – mit den besten Wünschen zum chinesischen neuen Jahr sind die St.­Georgs-Chorknaben jetzt wieder ins winterliche Ulm zurückgekehrt. Zur zehntägigen und bislang  weitesten Reise des Chores waren die 35 Knaben und Männer im Alter zwischen 10 und 22 Jahren mit ihren Begleitern noch am Nachmittag des letzten Schultags vor den Faschingsferien von Stuttgart aus gestartet.

Aufgrund der Zeitverschiebung kamen sie aber erst am späten Samstagnachmittag in Hongkong an und waren gleich gefordert – mit der Gestaltung zweier Gottesdienste in der anglikanischen Kathedrale St. John im Zentrum der Stadt, wo sie am darauf folgenden Montag noch ein Abendkonzert unter der Leitung Thomas Stangs gaben.

Das Erkunden und die Sehenswürdigkeiten der Metropole kamen aber auch nicht zu kurz: Ein Besuch des Thian Tan Buddhas und des Fischerdörfchens Tai O auf Lantau Island bei sonnigen 20  Grad durfte ebenso  wenig fehlen wie die abenteuerlich-steile Fahrt auf den Victoria Peak mit Ausblick über die Stadt und die abendliche Lichtshow.

Zwischendurch machte der Chor noch einen zweitägigen Besuch in Macau, der ehemaligen portugiesischen Kolonie, die auch das Las Vegas des Ostens genannt wird. Die Chorknaben entsagten aber dem Glückspiel und sangen stattdessen als erster deutscher katholischer Chor im Aschermittwochsgottesdienst der dortigen Kathedrale.

Zurück in Hongkong erlebten die Sänger sozusagen ihr zweites Neujahr, da ja am Freitag das chinesische Jahr mit dem Jahr des „Erd-Hundes“ begann und dort farbenfroh und ausgelassen gefeiert wird. Deswegen bekamen die St. Georgs-Chorknaben als letzten Höhepunkt kurz vor Ende der Reise als erster deutscher Chor überhaupt die Möglichkeit, sich auf dem Flughafen Hongkongs mit einem letzten Auftritt zu verabschieden.