2639 Bürger haben sich "aufgebäumt" und haben in Form von Unterschriften kundgetan, dass ihr Bahnhof zu einer "Visitenkarte von Ulm" werden soll. So drückte es BUND-Vorsitzender Dr. Dieter Fortmann bei der Unterschriftenübergabe an Oberbürgermeister Ivo Gönner aus. Sich für Verbesserungen in der eigenen Wohngegend einzusetzen, sei ja kein Kunststück. Aber jetzt bei der Aktion "Zeit, sich aufzuBäumen" des Ulmer BUND in Kooperation mit dem Naturschutzbund hätten sich viele Bürger "für etwas eingesetzt, das gar nicht zu ihrem unmittelbaren Umfeld gehört". Und das mit Unterschriften, die von Ende November bis Mitte Januar gesammelt wurden. Wie berichtet, hatte der BUND entdeckt, dass in der Planung für den Bahnhofs-Vorplatz nicht explizit an große Stadtbäume und einen ausreichend tiefen Wurzelraum gedacht wurde.

Dazu Gönner betont gelassen: Es gebe in den Plänen durchaus Vorkehrungen für Bäume, aber jetzt komme erst einmal der Realisierungswettbewerb. Natürlich bedankte er sich überschwänglich für den Einsatz der Umweltschützer mit der Feststellung: "Bäume bewegen immer - nur nicht die vor der eigenen Haustür." Die wollten Anwohner am liebsten fällen lassen, sobald sie zu groß geworden sind.