Ulm Ulm/Neu-Ulm vor 40 Jahren

Die Ulmer Bahnengolfer vom SSV 1846 zeigten sich auf der Minigolf-Anlage in Bundesliga-Bestform: Heinz Stöckle räumte in nur 96 Schlägen ab.
Die Ulmer Bahnengolfer vom SSV 1846 zeigten sich auf der Minigolf-Anlage in Bundesliga-Bestform: Heinz Stöckle räumte in nur 96 Schlägen ab. © Foto: Norbert Wieland
JR 18.04.2016
In der Woche vom 19. bis 24. April 1976 hat die SÜDWEST PRESSE (SWP) unter anderem über folgende Ereignisse berichtet.

Straße zu

Ein neues Phänomen tauchte im Ulmer Stadtbild auf: "Kinder sollen ungefährdet herumtollen." Und zwar auf einer Spielstraße. Dafür machte sich in der Starengasse am Unteren Kuhberg eine Elterninitiative stark. Sieben Paare wollten die Gasse vor ihrer Haustür für den Durchgangsverkehr gesperrt und Tempo 30 eingeführt haben. Das war durchaus uneigennützig, denn auch die Kinder aus der ganzen näheren Gegend wie der Ziegelgasse sollten auf der Starengasse eine Spielwiese finden. Die SPD im Ulmer Gemeinderat hatte schon vor einiger Zeit einen solchen Vorstoß gemacht, weil es in der Alt- und der Neustadt viel zu wenige Spielflächen für Kinder gebe. Die Stadtplaner wiegelten aber nach einer Untersuchung ab - mit Blick auf notwendige Zufahrten für Geschäfte, die zu erwartende Belästigung für Anwohner und den fehlenden Ersatz für wegfallende Parkplätze.

Golfplatz zu

"Die Minigolfanlage in der Friedrichsau ist morgen ganztägig geschlossen." Mist. Was steckte da dahinter? Naja, immerhin ein Bundesligaspiel. Die Bahnengolfer des SSV Ulm 1846 erwarteten den Spitzenreiter aus Besigheim und landeten prompt einen überzeugenden Heimsieg. Vor allem Heinz-Jürgen Stöckle mit 96 Schlägen, aber auch Egon Ganser und Christian Krause mit je 100 erwischten einen guten Tag - nachdem sich dieser zuvor mit Schnee- und Regenschauern ganz schlecht angelassen hatte. Und Zuschauer den Platz auch nicht hatten betreten dürfen. "Am Ende befand sich der neue süddeutsche Meister Besigheim mit 21 Schlägen im Rückstand." Und die Ulmer waren Fünfter von acht Teams.

Schnitzel weg

Ganz schön was los übers späte Osterwochenende vor 40 Jahren. Nicht nur auf den Straßen, nein, auch mit einer Vielzahl von Diebstählen und Einbrüchen. Diebe stahlen einer Ärztin die Handtasche sogar aus der Ulmer Kinderklinik, Einbrecher besuchten drei Gaststätten außerhalb der Öffnungszeiten, einer nahm 25 tiefgefrorene Schnitzel mit und außerdem eine Drei-Liter-Flasche Schnaps. Prost.

Fische weg

Zwei Jugendliche waren etwas nassforsch und fischten im Pfuhler Baggersee - also so richtig mit Angelruten. Das lohnte sich vom Ansatz her auch, denn sie zogen sechs Karpfen aus dem Wasser. Sie wurden dabei aber beobachtet, entzogen sich dem Zugriff dann und entglitten den Zeugen, noch bevor die Polizei da war. Und so hieß es: "Fische da - Angler weg."