Aktion Ulm: Schülerinnen besuchen Bahnhof-Baustelle

Gute Aussicht: Die Hildegardschülerinnen waren mit Klaus Linder und Eva Zimmermann auf dem Deutschhaus.
Gute Aussicht: Die Hildegardschülerinnen waren mit Klaus Linder und Eva Zimmermann auf dem Deutschhaus. © Foto: Julia Beckert
Ulm / Johanna Lutz und Leandra Konjacic 10.09.2018

Bei einem Besuch der Großbaustelle am Ulmer Bahnhof konnten Schüler hautnah miterleben, wie es dort zugeht – und auch ein gewisses Verständnis für Störungen im Verkehrsablauf  bekommen. Angeboten wurde die Aktion von Ding, dem Donau-Iller-Nahverkehrsbund. Kurz vor den Sommerferien durften wir, die damaligen Schülerinnen der vierten Klasse der St. Hildegard-Grundschule einen Blick über den Bauzaun werfen.

Als wir an der Baustelle ankamen, begrüßten uns Klaus Linder, Chef der städtischen Parkbetriebsgesellschaft, und Eva Zimmermann von der Stadt Ulm. Sie führten uns durch die Baustelle und beantworteten Fragen.

Knapp einhundert Arbeiter arbeiten seit anderthalb Jahren an einer neuen Bahnhofstiefgarage in Ulm. Diese Tiefgarage soll auf vier Etagen 540 neue Parkplätze in der Innenstadt schaffen. Die Arbeiter sind von Montag bis Samstag von 7 bis 20 Uhr auf dem Bau. Auf der 15 000 Quadratmeter großen Baustelle wird eine 18 Meter tiefe Baugrube ausgehoben. Die Grube ist damit so tief wie das Deutschhaus hoch ist.

Die Bauarbeiten werden durch den Verdacht auf Bomben, den Fußgänger- und Fahrzeugverkehr, den alten Untergrund und auch durch den Standort mitten in der Stadt erschwert. Es müssen immer neue Lösungen gesucht werden, gerade weil auch die Bahnhofsunterführung größer, breiter und heller gebaut werden soll. Da die Straßenbahn momentan noch auf der Friedrich-Ebert-Straße fährt, wird sie auf das Dach, den sogenannten „Deckel“ der neuen Tiefgarage verlegt.

Auf der Baustelle arbeiten Vermesser, Abbruchsspezialisten, Aushub-Unternehmer, eine Rohrbaufirma, Baufachhandwerker, Ingenieure, Kran- und Baggerfahrer und viele mehr. Alle sind froh darüber, dass bis jetzt keine Bomben im Boden gefunden wurden.

Die Arbeiten sind jetzt wieder im Zeitplan. Wahrscheinlich wird die neue Tiefgarage im August 2021 fertig sein. Bis jetzt stehen die Kosten dafür bei 56,7 Millionen Euro.

Vielen Dank an Klaus Linder und Eva Zimmermann, dass sie sich Zeit genommen und alles erklärt haben. Wir danken auch Ding für die interessante Recherche-Aktion. Diese leistet auch einen Beitrag dazu, dass sich die künftigen Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs – und das sind die meisten Grundschüler, wenn sie an weiterführende Schulen wechseln – damit auch auskennen.

Ding ist Projektpartner von Anfang an

Sponsor Ding, der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund, ist seit der ersten Stunde des Projekts „Wir lesen junior“ als Partner und Sponsor mit an Bord. Er gibt nicht nur finanzielle Mittel dafür, dass jedes Kind eine eigene Zeitung erhält, sondern bietet auch Recherche-Aktionen an. Neben dem Besuch auf der Großbaustelle konnten die Schüler sich auch für Geocoaching anmelden. Dabei lernen sie, sich im Gelände zu orientieren.

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