Marketing Ulm wirbt mit Slogan für Internationalität

Ulm / cmy 15.06.2018

„Make it in Ulm“, auf Deutsch in etwa „Schaff’ es in Ulm“: So heißt die neue Dachmarke, die sich die Stadt sogar als Wortschöpfung hat patentieren lassen und die Oberbürgermeister Gunter Czisch gestern im Rathaus gemeinsam mit Vertretern der „Internationalen Stadt“ vorstellte.

Der ab sofort sämtliche Aktivitäten rund um „Internationalität“  zierende Slogan soll in Ulm lebende Menschen mit internationalem Background ansprechen – egal ob ausländischer Student, internationale IT-Expertin oder Migrant. Die Botschaft dahinter: Jeder ist willkommen, jeder kann es schaffen, privat wie beruflich.

Gleichzeitig wirbt die Stadt damit aber auch für sich, steht sie doch in Konkurrenz insbesondere zu hippen Großstädten, die ebenfalls in Scharen qualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland anlocken. „Das ist klassisches Standortmarketing. Denn wir wollen die gleiche Chance wie Berlin haben, gute Leute zu bekommen. Dafür müssen wir uns halt ein wenig anstrengen“, sagte Czisch.

„Unter der neuen Dachmarke werden alle unsere Aktivitäten rund um Internationalität und Standortpolitik gebündelt“, sagt Elis Schmeer, Leiterin der Koordinierungsstelle Internationale Stadt. Ein Beispiel dafür ist beispielsweise auch der gestern vorgestellte Aktenordner „Beruflich Ankommen –  make it in ulm“  des lokalen Netzwerkbündnisses „Anerkennung Ausländische Bildungsabschlüsse“. Jeder ratsuchende internationale Ulm-Neuling soll ihn erhalten.

Leitfaden für Fachkräfte

Dieser Leitfaden für internationale Fachkräfte umfasst Informationen rund ums Arbeiten in Ulm, angefangen von Berufsberatung über Anerkennung und Qualifizierung bis hin zu Sprachtests. Auch die Ergebnisse von Beratungsgesprächen können darin dokumentiert werden. „So kann optimale Kommunikation sichergestellt werden, speziell dann, wenn ein Ratsuchender mehrere  Stationen als Info-Geber aufsucht“, sagt Schmeer. Auch die Bewerbung der Innovationsregion Ulm beim „Startup-Landeswettbewerb für gründungsfreundliche Kommunen“ steht unter der neuen Dachmarke.

Unter dem Titel „make it in ulm“ firmiert künftig aber auch vieles, was mit Freizeit zu tun hat. Der „Internationale Salon“ etwa, der einmal im Monat an wechselnden Orten über die Bühne geht und bei dem junge Menschen in englischer Sprache bei einem Drink ins Gespräch kommen können. Oder  die neue Diskussionsreihe „Politics in the pub“, die Ende Juni erstmals in der Hudson Bar stattfinden wird. 

Insbesondere im Wirtschaftsleben der Stadt sei Internationalität inzwischen selbstverständlich, sagt Schmeer. „Wer hier aber keine entsprechenden Freizeitangebote auf Englisch gemacht bekommt, der kehrt Ulm den Rücken und geht lieber nach München.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel