Seit 2011 zieht die Großstadt-Soap „Berlin – Tag & Nacht“ jede Woche ein sechs- bis siebenstelliges Publikum vor die Fernsehbildschirme. Die Themen: Drama, Drogen und Beziehungen. Auch einige Schüler des regionalen Ausbildungszentrums Ulm (RAZ) sind Fans der Serie. In einem medienpädagogischen Projekt mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) haben 15 Teilnehmer an einem 15-minütigen Video gearbeitet – ganz nach dem Vorbild der RTL-II-Sendung. Der Titel: „Ulm – Tag & Nacht“.

„Ulm - Tag & Nacht“: Darum geht es

Die verschiedenen Handlungsstränge spielen an bekannten Locations der Stadt. Im Gleis 44 tritt etwa der gefeierte Rapper Azat auf, der allerdings ein dunkles Geheimnis zu verbergen hat. Am Donauufer erfährt der drogensüchtige Mario, dass seine Freundin schwanger ist – und lässt sie abblitzen. Saskia, die als Metzgereiverkäuferin am Ehinger Tor jobbt, erfährt bei der Arbeit, dass sie ihr Freund Flo betrügt …

Youtube Ulm - Tag & Nacht

Schüler entwickeln Storys selbst

Bildungsreferent Johannes Aubele, der die Jugendlichen mit höherem Förderbedarf beim Projekt unterstützt hat, sagt: „Die Schüler haben viel Eigeninitiative gezeigt. Zunächst haben sie die Storys nach ,Berlin – Tag&Nacht’-Vorbild konzipiert, anschließend die Locations besichtigt. Die beiden Drehtage waren dann der Höhepunkt.“ Aubele erklärt: „Ziel war es, das Sozialverhalten sowie die Teamarbeit der Beteiligten zu fördern.“

Videoprojekt benötigt zehn Arbeitstage

Gedreht wurde während der Karwoche. Produzent Fabian Dürr resümiert: „Es war für mich eine ganz neue Erfahrung, aber es hat sehr viel Spaß gemacht.“ Der Ulmer Filmemacher realisierte in der Vergangenheit bereits mehrere Aufträge für das ZDF und brachte professionelle Erfahrung mit in das Projekt ein. „Ich habe versucht, es so nah wie möglich am Original zu halten“, sagt Dürr. Insgesamt habe er zehn Arbeitstage in „Ulm – Tag & Nacht“ investiert.

„Schüler sind stolz auf ihre Arbeit“

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Video hatte bereits nach kurzer Zeit mehr als 15.000 Klicks auf YouTube. Aubele: „Die Schüler haben viel dazugelernt und sind stolz auf ihre Arbeit, das freut mich besonders.“

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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