Der Impfstoff gegen Corona lässt hoffen: Der Einstein-Marathon am 3. Oktober soll wieder mit Start und Ziel stattfinden. Für das erste Halbjahr sieht es aus Sicht der Ulmer Lauf-Veranstalter von SUN Sportmanagement allerdings noch trübe aus. Immerhin: Im April soll das Vorbereitungsprogramm für Hunderte Ausdauersportler des ASC Ulm/Neu-Ulm 011 gestartet werden.
Am 17. April wäre der Spindelsprint im Blautal-Center der Auftakt ins Ulmer Laufjahr 2021. Am 6. Mai sollte der AOK-Firmenlauf in und um die Ratiopharm-Arena in Neu-Ulm folgen und am 12. Juni der Münsterturmlauf die Innenstadt beleben. Das kommt jetzt anders.

Live die Konkurrenz beobachten

Der AOK-Firmenlauf, an dem 2019 noch mehr als 3000 Läuferinnen und Läufer teilnahmen, wird wie im vergangenen Jahr auch 2021 als virtueller Lauf stattfinden. Dabei geht es darum, in drei Wochen möglichst viele Kilometer für sich bzw. für sein Team oder seine Firma zu sammeln. Gelaufen wird zuhause, gemessen wird mit Smartphone oder Tracking-Uhr. Die Ergebnisse können im Internet hochgeladen werden. Und man kann live verfolgen, was die Kollegen, Rivalen, Gegner oder Partner bisher gelaufen sind. Der Start des AOK-Firmenlaufs ist am 23. April um 11 Uhr. Zielschluss ist der 16. Mai um 20:00 Uhr. Pro Tag kann eine Laufleistung hochgeladen werden. Die Anmeldung für den virtuellen AOK-Firmenlauf ist ab sofort geöffnet.
Es ist unwahrscheinlich, dass sie stattfinden, es ist aber noch nicht endgültig entschieden: der Pixabay-Münsterturmlauf und der Hindernislauf „Spartacour“. Letzterer sollte zum ersten Mal von den Einstein-Marathon-Machern als Partner von Ratiopharm-Arena und der American-Football-Abteilung des TSV Neu-Ulm veranstaltet werden.

Wird der Beurer-Frauenlauf stattfinden?

Groß sind dagegen die Hoffnungen, dass der Beurer-Frauenlauf in diesem Jahr wieder stattfinden kann. Hier gibt es alternative Konzepte, die je nach Corona-Vorgaben dann umgesetzt werden können. Möglich sind eine Verlagerung ins Donaustadion oder eine zeitliche Verschiebung in die erste Septemberhälfte. Denn spätestens nach den Sommerferien, ist sich Veranstalter Markus Ebner sicher, „werden dank Impfstoff und Schnelltests auch sportliche Großveranstaltungen wieder möglich sein“. Da wird die Bundestagswahl am 26. September auch ihren Teil dazu beitragen.
Und so laufen die Vorbereitungen für den 16. Einstein-Marathon mit Marathonmesse in der Donauhalle sowie Start vor der Messe und Ziel auf dem Münsterplatz bereits routinemäßig wie in früheren Jahren. Mit Sicherheit wird es Einschränkungen beim Zieleinlauf und bei der Platzierung von Messe-Ständen geben, aber ein gemeinsamer Start soll wieder möglich sein.

Einstein-Marathon: Anmeldung ab jetzt

Die Anmeldung für den Einstein-Marathon ist ab sofort geöffnet. Fortgesetzt werden soll die Idee der globalen Beteiligung. Das bedeutet, dass auch künftig Firmen ihre Mitarbeiter aus der ganzen Welt einladen können, virtuell am Einstein-Marathon teilzunehmen. Die Welt zu Gast in Ulm – dieses Motto werden die Veranstalter sich auch für die Zukunft auf die Fahnen schreiben.
Als Abschluss des Jahres ist wieder ein virtueller Klima- und Benefizlauf geplant. Auch diesmal wird es gegen die Ostfriesen gehen. Die Ulmer Lauf-Initiatoren sind sich sicher, dass die Schwaben nach dem Sieg der Ostfriesen beim vergangenen Wettlauf zurückschlagen werden und dabei jede Menge Bäume pflanzen werden.

Info Details rund um den Einstein-Marathon findet man auf der Internetseite www.einstein-marathon.de.

Rückblick: 2020: Boom der virtuellen Laufideen

Pandemie-Folgen Corona hat das Laufjahr 2020 auf den Kopf gestellt. Statt gemeinsam an den Start und durchs Ziel  zu gehen, war nur noch virtuelles Laufen zuhause möglich. Das hat sich positiv aufs Klima ausgewirkt. Dank des erfolgreichen Klimaschutzprojekts „Cool Running“ wurden, um Klimaneutralität zu erreichen, insgesamt 11 274 Bäume gepflanzt.

Gemeinsam allein Die virtuelle Lauf-Idee ging 2020 voll auf: Knapp 10 000 Läuferinnen und Läufer nahmen an den vier virtuellen Veranstaltungen – AOK-Firmenlauf, Beurer-Frauenlauf, Einstein-Marathon, und Klimalauf – teil. Dank der großen Unterstützung der vielen Partner – allen voran die Sparkasse Ulm und die Firma Beurer – war es möglich, diese Sportevents auch unter den sich ständig verändernden Bedingungen zu planen und in die Tat umzusetzen. Spannend dabei war die globale Komponente: Am virtuellen Einstein-Marathon nahmen Menschen aus über 40 Ländern auf
5 Kontinenten teil.

Nord-Süd-Battle Ein sensationelles Ergebnis hat der 100 000 km-Benefizlauf erzielt: 3426 Sportler aus dem Schwabenland und 4891 Ostfriesinnen und Ostfriesen haben zusammen 653 444 km gesammelt. Mit 291 107 km musste sich der wilde Süden zwar knapp dem kühlen Norden geschlagen geben, aber auch so können die Anhänger des Einstein-Marathons mehr als zufrieden sein. Denn bei dem Wettstreit kam die wohltätige Seite zum Zug. Dank der Unterstützung der Firma engineering people aus Ulm, dem ASC Ulm/Neu-Ulm 011 und den freiwilligen Spenden der Teilnehmer erhielt die Aktion 100 000 und Ulmer helft 5000 Euro und kann damit bedürftige  Familien und karitative Einrichtungen in der Region unterstützen.