Solange in der Friedrich-­Ebert-Straße am Ulmer Hauptbahnhof gebaut wird, ist der Nahverkehr in Ulm und Neu-Ulm samstags kostenlos nutzbar. Dieses Angebot gilt aber nur in beiden Stadtgebieten, genauer: in den Tarifwaben 10 und 20 der Donau-Iller-Nahverkehrsgesellschaft (DING). Wer beispielsweise in Weißenhorn in den Bus oder Zug steigt, muss für die gesamte Strecke bis Ulm den vollen Fahrpreis bezahlen. Darauf weist Pressesprecher Markus Zimmermann auf Nachfrage hin. Bewohner aus der weiteren Region kommen so also nicht in den Genuss, Busse, Straßenbahnen und Regionalzüge in Ulm und Neu-Ulm samstags gratis nutzen zu können. Um beim Beispiel Weißenhorn zu bleiben: Wer eine Fahrkarte nur bis zur Wabengrenze 20 löst und bis Ulm weiterfährt, hat für die letzte Strecke keinen gültigen Fahrschein.

Hintergrund ist, dass die Stadt Ulm die Kosten für das Gratis-Angebot übernimmt. Allein für die ersten neun Monate summierten sich die Einnahmeausfälle laut DING-Berechnungen auf rund 750.000 Euro. Für 2020 überweist Ulm eine Million Euro an den Nahverkehrsverbund. Mit dem Angebot soll der Innenstadthandel während der Bauzeit unterstützt werden.

Parken in Ulm: Kostenlos mit Park & Ride

Wer Ulm mit dem Auto ansteuert, kann an den Samstagen dennoch gratis in die Innenstadt gelangen. Es stehen drei kostenlose Park & Ride-Plätze zur Verfügung, jeweils mit direktem Anschluss an die Straßenbahn: an der Donauhalle, am Schulzentrum Kuhberg und auf dem Eselsberg am Science Park II.

Bus und Straßenbahn in Ulm App soll Nahverkehr attraktiver machen

Ulm

Die DING-App weist übrigens nicht auf den kostenlosen Nahverkehr an Samstagen in Ulm hin. Stattdessen wird weiter der Preis für eine Einzelfahrkarte von 2,30 Euro angezeigt. Das liegt laut Pressesprecher Zimmermann daran, dass die App der Donau-Iller-Nahverkehrsgesellschaft deutschlandweit gleich sei und nicht eigens verändert werden konnte