Das Unwetter im Südwesten hatte nicht nur Hochwasser und Überschwemmungen zur Folge. Einige Storchenküken in Oberschwaben haben den Dauerregen leider nicht überlebt – so zum Beispiel in Crailsheim im Landkreis Schwäbisch Hall. „Wenn es permanent regnet, sind die Küken bis auf die Haut nass. Dann sterben sie an Unterkühlung“, erklärt Weißstorchenbeauftragter Helmut Vaas vom Naturschutzbund Ellwangen. Die Eltern konnten sich nicht mehr zum Schutz auf die Küken setzen, weil sie dazu bereits zu groß waren.Wie der Südkurier berichtet, sind auch in Markdorf auf dem Bischofschloss im Bodenseekreis vier Küken erfroren.

Nach diesen traurigen Nachrichten gibt es zum Glück auch gute: Die Küken im Ulmer Stadtteil Gögglingen sind noch am Leben und putzmunter. Das zeigt ein Livestream im Internet. Am Nest ist eine Kamera angebracht.

Wenn das Nest zu dreckig ist, lässt es kein Wasser mehr durch

„Hauptproblem an vielen Standorten ist, dass die Nester nicht sauber gemacht werden. Die Storcheneltern holen Futter von den Äckern und schleppen Dreck an“, so Frölich. „Dadurch verdichtet es sich und ist nicht mehr wasserduchlässig.“

Zusammen mit der Feuerwehr hat er im Frühjahr erst das Nest in Gögglingen gereinigt. Mehr könne man nicht machen. „Den Rest regelt die Natur.“

In Langenau gibt es 16 Storchennester

Frölich war beim Bau des Storchennests in Gögglingen, aber auch bei vielen anderen in Ulm und Umgebung dabei, so zum Beispiel in Wiblingen, Donaustätten und Ersingen. Alleine in Langenau gebe es 16 Nester. Dem Naturschutzfreund ist bisher auch nicht bekannt, dass Störche in Raum Ulm durch das Unwetter umgekommen seien.

Hier findet ihr einen Überblick über Livestreams zu weiteren Nestern in Baden-Württemberg.

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