Aus der Traum für Ulm von der zweiten Runde im DFB-Pokal: Zweitligist 1. FC Heidenheim hat am Samstagabend das schwäbische Derby in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Regionalligisten SSV Ulm 1846 Fußball mit 2:0 gewonnen.

Spatzen-Coach Bachthaler hatte eine im Vergleich zu den beiden vorausgegangenen Spielen in der Regionalliga defensivere Aufstellung gewählt. Für Felix Higl und Burak Coban rückten Michael Schindele und Albano Gashi in die Startelf.

Hier könnt ihr die Ereignisse des Tages nachlesen:

Ulm/Heidenheim

Robert Leipertz schießt den FCH in Führung

Bei Ballbesitz der Gäste agierten die Ulmer dann mit einer Fünferkette und versuchten zudem im Mittelfeld Räume und Passwege zuzustellen. Dieses Mittel griff aber nicht. Weil der FCH konzentriert und dominant begann, immer Lücken im Deckungsverband des SSV 46 fand. Die Folge: das schnelle 0:1 nach sieben Minuten. Stürmer Robert Leipertz köpfte eine scharfe Flanke von Jonas Föhrenbach aus kurzer Distanz ins Tor. Die verdiente Führung zu dem Zeitpunkt.

Die Spatzen, bei denen Adrian Morina alleine in der Spitze agierte, kamen nach 15 Minuten besser ins Spiel, hielten den FCH zunehmend weg vom eigenen Tor. Nach vorne ging in den ersten 20 Minuten jedoch wenig. Heidenheims Schlussmann Kevin Müller hatte erst einmal wenig zu tun.

Was hatte Ulms Trainer Bachthaler von seinem Team vor dem Spiel gefordert? Sie sollten den einen oder anderen Konter „mit Überzeugung“ fahren. Davon war zunächst wenig zu sehen - auch weil der ehemalige Ulmer Sebastian Griesbeck im zentralen Mittelfeld viele Zweikämpfe gewann, der Zweitligist insgesamt bei eigenen Ballverlust rasch und kompakt nach hinten eilte.

Spatzen finden langsam ins Spiel

Nach 30 Minuten dann aber doch fast der Ausgleich für die nun immer stärker werdenden Spatzen, die jetzt gut kombinierten, das Spiel deutlicher nach vorne verlagerten, gleichwertig waren. Ulms Marcel Schmidts tankte sich durch, scheiterte aber aus zehn Metern mit links an Torwart Müller. Sein Nachschuss mir rechts ging am Tor vorbei. So blieb es beim 0:1 zur Pause.

Nach Wiederanpfiff ging es gleich hoch her. Die Spatzen kamen schwungvoll aus der Kabine, wieder war es Schmidts, der knapp den Kasten der Heidenheimer verfehlte. Im Gegenzug reagierte Ulms Keeper Christian Ortag gegen FCH-Angreifer David Otto super (46./47.). Ortag war auch gegen Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer glänzend zur Stelle (58.).

Ulm erhöhte nach einer Stunde Spielzeit das Risiko und war erneut gut im Spiel, forderte dem Zweitligisten alles ab. Es entwickelte sich ein packendes Pokalspiel. Spatzen-Trainer Bachthaler schickte Stürmer Burak Orban für Alessandro Abruscia aufs Feld. Das zahlte sich fast aus: Orban spielte nun mit Sturmpartner Morina stark auf. Beide kamen nach schönen Zusammenspiel jeweils aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, Torwart Müller parierte.

Ulm gegen Heidenheim DFB Pokal: Das war das Spiel des SSV Ulm 1846 Fußball gegen den FC Heidenheim

SSV gibt kämpferisch alles

Wenig später die kalte Dusche für die Ulmer. Marc Schnatterer brachte den Gast in dieser Phase überraschend in Führung. Er verwandelte einen Foulelfmeter sicher. Heidenheim zog auf 2:0 davon (72.). Ulms Torwart hatte zuvor den durchgebrochenen David Otto im Strafraum gefoult, sah bei diesem Rettungsversuch nicht allzu glücklich aus. Bitter für die Spatzen.

Ulm bemühte sich weiter, nun kam auch der lange verletzte Angreifer Steffen Kienle auf den Platz. Heidenheim aber stand nun weitgehend sicher, verwaltete routiniert den Vorsprung, spielte seinerseits die Angriffe zu unkonzentriert zuende, sodass keine weiteren Treffer mehr fielen.

Am Ende gab es verdienten Applaus von den Zuschauern auch für den unterlegenen SSV 46, der kämpferisch alle gegeben hatte.

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