Schon bevor am Samstagabend das Pokalspiel des SSV Ulm 1846 Fußball gegen den 1. FC Heidenheim angepfiffen wird, kommt es zu Sturmläufen der Fußballfans. Anhänger des Zweitligisten von der Ostalb kommen am Samstagvormittag in Ulm zu einer Demonstration zusammen, um gegen die von der Stadt gegen sieben Heidenheimer Fans verhängten Aufenthaltsverbote zu protestieren. Die Stadtverwaltung rechnet mit maximal 150 Personen, die dem Aufruf folgen werden.

Sportlich liegt sowie schon viel Brisanz in dem Fußballspiel zweier Vereine, die nicht gerade auf eine lange freundschaftliche Beziehung zurückschauen können. Vor allem Ulmer Fans hadern seit Jahren damit, dass der Club aus der Kleinstadt höherklassiger spielt als der Traditionsverein von der Donau. Die Sicherheitskräfte waren somit vorbereitet und haben im Vorfeld gegen sieben junge Männer aus Heidenheim für die Zeit zwischen 14 und 24 Uhr über weite Teile der Ulmer Innenstadt und rund ums Stadion Aufenthaltsverbote erlassen.

Sperrungen und Behinderungen: Das ist der Weg der Demo in Ulm

Gegen diese Anordnung der Stadtverwaltung richtet sich der Protest. Geplant ist eine Auftaktkundgebung um 9 Uhr in der unteren Schillerstraße in Richtung Donau. Von dort geht der Demozug am Ufer entlang bis ins Fischerviertel, wo in der Lautengasse eine zweite Kundgebung stattfindet. Über die Glöcklerstraße geht es auf demselben Weg zurück.

Der Aufzug ist von der Stadt Ulm genehmigt und wird von der Polizei begleitet. Die Polizei rechnet von 9 Uhr bis zur Mittagszeit in der Innenstadt, auch in der Fußgängerzone, mit Behinderungen.

Zug aus Heidenheim endet in Talfingen

Reiner Türke von der Stadt geht von einem friedlichen Verlauf aus und auch davon, dass die Fans nach der Demo wieder zurück nach Heidenheim fahren und erst nachmittags mit einem Entlastungszug wieder nach Ulm zum Spiel kommen. Wie aus Polizeikreisen zu hören ist, wird der Zug am Bahnhof Talfingen enden, von wo aus die Fans in Omnibussen direkt zum Stadion gefahren werden. Die Polizei rechnet mit 2500 Heidenheimer Fans und wird mit starken Kräften vor Ort sein.

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