Bauverzögerungen Twain-Schule: Eröffnung zum neuen Schuljahr ungewiss

Die Eröffnung der Mark-Twain-Schule in Neu-Ulm könnte sich verzögern.
Die Eröffnung der Mark-Twain-Schule in Neu-Ulm könnte sich verzögern. © Foto: Volkmar Könneke
Neu-Ulm / eb 30.07.2018

Am Dienstag, 11. September, soll die neue Mark-Twain-Schule in Wiley-Nord erstmals ihre Pforten öffnen. Bisher konnte der Zeitplan bei diesem Großprojekt eingehalten werden. Nun kommt es aber auf der Zielgeraden zu Bauverzögerungen, teilt die Stadt mit. Diese würden im schlechtesten Fall zur Folge haben, dass die Schule nicht zum Start des neuen Schuljahres in Betrieb gehen kann. Der Grund: handwerkliche Unzulänglichkeiten im Bereich der Bodenbeläge, der Trennwände- und der Brandschutzelemente.

Vorarbeiten waren mangelhaft

Was die Bodenbeläge betrifft, musste der ursprünglich beauftragten Firma der Auftrag entzogen werden. Vorarbeiten, die geleistet wurden, haben sich als mangelhaft herausgestellt, so dass Nachbesserungen nötig werden. Im Bereich der Trennwände und der Brandschutzelemente kommt es bei Zulieferern der von der Stadt beauftragten Firma zu Lieferschwierigkeiten. In Abstimmung mit Brandschutzingenieuren ist ein Ersatz in Planung.

Zum jetzigen Zeitpunkt könne leider noch keine Aussage darüber getroffen werden, ob alle noch ausstehenden und für die Eröffnung der Schule notwendigen Arbeiten rechtzeitig abgeschlossen werden können. Sowohl eine Fertigstellung als auch ein nicht aufholbarer zeitlicher Verzug, der zur Folge hätte, dass die Schule nicht wie geplant eröffnet werden kann, lägen im Bereich des Möglichen, heißt es.

Alternativen im Angebot

Seit Bekanntwerden der Probleme vor einigen Tagen sucht die Verwaltung nach einer Übergangslösung für die rund 70 Erstklässler, die am 11. September in der Mark-Twain-Schule eingeschult werden sollen. Ersatzweise könnten die Räumlichkeiten der alten Fachhochschule genutzt werden. Alternativ stünden auch die Räumlichkeiten der alten Vorfeldschule zur Verfügung.

Ganztägige Betreuung wird garantiert

Grundsätzlich garantiert die Verwaltung den Eltern, dass sowohl die ganztägige Betreuung der Kinder, als auch die beiden Ganztageszüge und auch die Versorgung der Kinder mit Mittagessen sichergestellt sein werden. Die betroffenen Eltern werden von der Stadtverwaltung im Rahmen eines Infoabends in dieser Woche informiert. Entsprechende Einladungsschreiben wurden bereits per Post versandt.

Die Verwaltung geht davon aus, dass der angesetzte Kostenrahmen in Höhe von 15,3 Millionen Euro für den Neubau der Schule trotz der aktuellen Vorkommnisse eingehalten werden kann.

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