„Im Städtetourismus waren wir in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnt, nun haben wir eine Krise zu bewältigen“, sagt Wolfgang Dieterich, Geschäftsführer der Ulm/Neu-Ulm Touristik (UNT). Die Zahl der Übernachtungen in Ulm und Neu-Ulm sei im Monat April im Vorjahresvergleich um rund 90 Prozent gesunken.

Die Hotels dürfen derzeit keine Touristen beherbergen, lediglich Geschäftsreisende belegen wenige Betten. Die Wiedereröffnung der Hotels für Touristen zum Ende des Monats – sowohl im baden-württembergischen Ulm als auch im bayerischen Neu-Ulm – sowie die jüngsten Corona-Lockerungen in der Gastronomie sind für Dieterich erste Lichtblicke.

Einheitliches Werbekonzept für Ulm und Neu-Ulm geplant

In der kommenden Zeit gehe es  vor allem darum, die Werbung für Freizeitaktivitäten in der Doppelstadt hochzufahren. Dieterich führt derzeit Gespräche mit der Hotellerie und dem Citymarketing über ein einheitliches Konzept. Unter anderem sollen in der gesamten Region Sehenswürdigkeiten, Radstrecken sowie Wanderwege und Höhlen stärker beworben werden. Und bald sollen wieder Stadtführungen mit begrenzter Teilnehmerzahl stattfinden. Auch der neue Wohnmobil-Stellplatz am Donaubad, der im Juni eröffnet wird, soll Touristen anziehen.

Hoffen auf die Sedelhöfe

Und Dieterich setzt auf die Sedelhöfe: Albert Einstein, der 1879 auf dem Gelände des künftigen Einkaufsquartiers geboren wurde, soll ein Selfie-Point gewidmet werden. Dieterich denkt dabei an eine Visualisierung des Geburtsjahres. Das neue Souvenir „Einschein“, ein 0-Euro-Schein, sei bereits ein Renner. „Von 5000 Exemplaren sind in der Tourist-Information am Münsterplatz bereits mehrere hundert über den Tresen gegangen.“