In einer Pressemitteilung des Tiergartens vom Dienstag heißt es: „Nachdem sich der Gesundheitszustand von Braunbärin "Susi" unerwartet schnell verschlechtert hat, haben sich das Team des Tiergartens und die betreuenden Tierärzte schweren Herzens dazu entschieden, die alte Bärendame von ihren Schmerzen zu befreien.“ Demnach sei die Bärin bereits am 30. Oktober erst narkotisiert und dann eingeschläfert worden.

Der Grund für Susis Tod ist nach Angaben des Tiergartens eine schmerzhafte Krankheit: „Susi zeigte seit ein paar Wochen Anzeichen einer fortschreitenden Arthrose“, so Dr. Eberhard Adamo, einer der betreuenden Tierärzte. „Durch eine gut überwachte, tierärztliche Betreuung und angepasste Medikation schien sie jedoch schmerzfrei und in ihrer Lebensqualität nicht eingeschränkt.“

Das änderte sich vor rund zwei Wochen, ihr Zustand verschlechterte sich rapide. „Ein Braunbär kann natürlich auch nicht so engmaschig medizinisch begleitet werden wie etwa ein Hund. Tägliches Abtasten oder das Verabreichen von 'unbeliebten' Medikamenten sind bei einem Wildtier wie Susi nicht oder nur eingeschränkt möglich“, ergänzt Tiergartenleiterin Stefanie Kießling.

Braunbärin Susi erreichte ein stolzes Alter

Schweren Herzens traf man deshalb gemeinsam die Entscheidung, nicht mehr länger zu warten, um Susi weitere Schmerzen zu ersparen. „Es wäre fraglich gewesen, ob sie die anstehende Winterruhe überhaupt noch angetreten hätte“, so der Revierleiter der Außenanlagen, Valentin Brunner. „Es bestand keinerlei Aussicht mehr auf Besserung. Eine schwere, aber eindeutige Entscheidung im Sinne des Tierwohls“, meint auch der zweite Betreuungstierarzt Tobias Friz.

Susi erreichte das stolze Alter von fast 31 Jahren und war der letzte Braunbär, der noch im alten Bärenzwinger der Grünanlage Friedrichsau zur Welt kam. Nach dem Umzug in das neue Bärengehege im Tiergarten Ulm vor 16 Jahren verbrachte sie die meiste Zeit ihres Lebens in einer Naturanlage mit über 2700 Quadratmetern Freifläche, eigenem Badeteich und geräumigen Innenboxen für den Winterschlaf.

Wie es nun im großen, naturnahen Gehege weitergeht, ist noch nicht entschieden.

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