Neu-Ulm THW-Ortsgruppe trägt Bezirksjugendwettkampf aus

Verletzten-Bergung: Auch das gehörte zum Reigen der Übungen, die der THW-Nachwuchs zu absolvieren hatte bei den Bezirksjugendwettkämpfen auf dem Wiley-Gelände. Foto: Lars Schwerdtfeger
Verletzten-Bergung: Auch das gehörte zum Reigen der Übungen, die der THW-Nachwuchs zu absolvieren hatte bei den Bezirksjugendwettkämpfen auf dem Wiley-Gelände. Foto: Lars Schwerdtfeger
Neu-Ulm / MARION GRAEBER 01.10.2012
Ob Massenkarambolagen Großbrände, Explosionen - das Technische Hilfswerk (THW) hilft in vielerlei Bereichen. Mit spielerischer Ausbildung vermittelt das THW Jugendlichen Teamgeist und Hilfsbereitschaft.

Bezirksjugendwettkampf am Samstag auf dem Wiley-Gelände in Neu-Ulm: Der Nachwuchs der bayerischen Jugend des Technischen Hilfswerkes (THW) zeigte in beeindruckender Weise, was er alles kann. "Die Jugendlichen trainieren ein halbes Jahr für diesen Wettkampf", betonte der stellvertretende Landesjugendleiter Thomas Sigmund. Bei Dauerregen traten die Jugendlichen im Alter von zehn bis 17 Jahren aus den verschiedenen Ortsgruppen gegeneinander an.

Mit Schutzanzug, Helm und Handschuhen ausgestattet sägten, klopften und bauten die Teams. Sie hantierten dabei ganz professionell mit Sägen, Seilen und schweren Hölzern. Der Parcours im Wiley-Gelände bestand aus sieben Stationen.

So war eine Aufgabe beispielsweise der Wassertransport mittels Seilbahn. Hierbei mussten die Wettkampfmannschaften zwei Dreiböcke aus Rundhölzern binden und aufstellen. Ziel war es, Wasser aus einem Anfangs- in einen Zielbehälter zu befördern. Beim "Bewegen von Lasten" mussten die Wettkampfteilnehmer eine Europalette mit einem Mörtelkübel mit Hilfe eines Greifzuges zum Standort eines Mastkrans ziehen. Auch das Anheben von Lasten, das Ausleuchten von Einsatzstellen und der Bau einer Brandübungspuppe gehörten zu den Wettkampfaufgaben.

Bei den Anforderungen "Erste Hilfe" und "Transport Verletzter" zeigten die Jugendlichen einmal mehr ihr Können. Sie legten am Oberschenkel einen Druckverband an und deckten eine angenommende Kopfverletzung keimfrei ab. Der Abtransport über einen Schleifkorb und eine Krankentrage machte die Wettkampfsituation authentisch.

"Beim THW werden den Jugendlichen spielerisch spezielle Grundkenntnisse vermittelt, die später angewandt werden können", sagte der Neu-Ulmer THW-Ortsbeauftragte Helmut Kirchhauser. Besonders wichtig sei es der Ortsgruppe, den Jugendlichen eine Gemeinschaft zu bieten. "Wir veranstalten auch Spieleabende und Ausflüge."

Der Bezirksjugendwettkampf findet seit Mitte der 90er Jahre im Turnus von zwei Jahren statt. Neu-Ulm war in dieser Form erstmalig Austragungsort. Die Jugendabteilung des THW Neu-Ulm besteht derzeit aus 25 Jugendlichen samt Betreuern. Insgesamt zählt das Neu-Ulmer THW 100 Mitglieder. Die Ortsgruppe zeigte aktuell unter dem Motto "40 Jahre THW Neu-Ulm" viele technische Highlights.