Sicherheit THW holt Brückenteile aus Donau

Ulm / swp 11.08.2018

Im wahrsten Sinne des Wortes aufgetaucht sind dieser Tage Teile der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Schillerbrücke über die Donau. Wegen des extrem niedrigen Wasserstandes ragen sie aus dem Wasser. „Diese Teile sind eine Gefahr für Wassersportler und müssen umgehend entfernt werden“, teilt die Stadt mit. Insbesondere gehe es um einen alten Stahlträger, der mehrere Zentimeter über die Wasseroberfläche herausrage. Er müsse voraussichtlich abgeschweißt werden, weil es bisher nicht gelungen sei, ihn herauszuziehen.

 Der Bergungseinsatz durch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) am heutigen Samstag beginnt um sechs Uhr morgens und soll bis gegen zwölf Uhr dauern. Zur Sicherung der THWler wird ein Seil über die Donau gespannt, Taucher werden den Träger dann mit einer Sauerstoffbrennlanze abtrennen. Nach Mitteilung der Stadt wird der Bergungsbereich durch Posten abgesichert. Boote können den Bereich auf Ulmer Seite passieren. 

 Die Schillerbrücke zwischen Oberen Donauturm in Ulm und dem Jahnufer in Neu-Ulm war 1928 als dritte Donaubrücke gebaut worden. Damals fuhr dort die Straßenbahnlinie 2. Im April 1945 sprengte die Wehrmacht die Brücke, die später von der US-Armee durch eine schwimmende Pontonbrücke ersetzt wurde. Im Dezember 1954 gab man die Brücke zugunsten der „Ringbrücke“ – der heutigen Adenauerbrücke – endgültig auf.  Immer wieder tauchen alte Brückenteile in der Ulmer Donau auf. Das THW unternimmt mehrfach im Jahr gezielte Tauchgänge.

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