Wer hat eigentlich den Bau der Straßenbahnlinie 2 genehmigt? Wer entscheidet, ob in einer Stadt ein Skatepark errichtet wird? Wer fördert die Gehälter im sozialen Bereich? Vor kurzem erhielten die Schüler der Robert-Bosch-Schule Ulm die Möglichkeit, all diese Fragen beantwortet zu bekommen. Der Lokalpolitiker Thomas Kienle (CDU) besuchte im Rahmen des Projekts „Wir lesen täglich“ der SÜDWEST PRESSE den Gemeinschaftskundeunterricht der Fachinformatiker im zweiten  Lehrjahr.

Kienle, zugelassener Rechtsanwalt und Politiker, ermöglichte den Jugendlichen einen Einblick in die Abläufe der Lokalpolitik Ulms: Gerade am Beispiel des Baus der neuen Straßenbahnlinie 2 wurden die verschiedenen Kriterien, die bei einem solchen Beschluss eine Rolle spielen können, erläutert, sodass die Tragweite der städtischen Politik bei solchen Projekten zum Vorschein kam. Darüber hinaus erklärte der Kommunalpolitiker den Auszubildenden den Ablauf von Gemeinderatssitzungen und verdeutlichte, welche Macht Bürgerinitiativen haben können.

Neben aktuellen Themen wurde auch ein Blick in die Zukunft der Stadt riskiert: So interessierten die angehenden Systemintegratoren vor allem die Themenschwerpunkte E-Mobilität, Breitbandausbau und die Gleichstellung von Azubi- und Semestertickets für den  öffentlichen Personennahverkehr. Auch wenn junge Menschen oft zunächst skeptisch gegenüber der Politik sind, so hinterließ dieses Treffen einen durchaus positiven Eindruck, da Politik endlich fassbar wurde.

Kienle unterstützt „Wir lesen“ seit sechs Jahren


Pate Seit dem „Wir lesen täglich“-Projektjahr 2013 ist Thomas Kienle Pate einer Ulmer Schule. Er ist einer der Unterstützer, der dafür sorgt, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche täglichen Zugang zu fundierten Nachrichten erhalten. Mit seiner Aktion zum Thema Kommunalpolitik bediente er außerdem das zweite Projektziel: Paten, Schulen sowie Wirtschaft, Politik und Kultur miteinander in Kontakt zu bringen.