Mit „Katja Kabanova“ von Leos Janacek ist das Theater Ulm am Donnerstagabend in die Opernsaison gestartet – coronabedingt leider ohne Orchester. Ein ungewöhnliches Hörerlebnis: Im faszinierend surrealen Bühnenbild von Timo Dentler und Okarina Peter, das eine Ruine in einem ausgetrockneten Flussbett zeigt, sitzen drei Instrumentalisten (Klavier, Harmonium, Harfe). Es ist eher ein Schauspiel mit Musik, und zwar ein eindrucksvolles mit einem starken Ensemble unter Leitung von Levente Török. Angela Denoke, einst selbst als Sängerin eine berühmte Katja, führt erstmals Regie und erzählt die tragische Geschichte einer sich nach Liebe sehnenden Frau sehr konzentriert, intensiv auch als das Drama einsamer Menschen. Premierenjubel, vor allem auch für Maria Rosendorfsky in der Titelpartie.
Eine ausführliche Kritik der Premiere folgt am Freitag unter swp.de