Schon seit der Sanierung des Platzes an der Kreuzung der Olgastraße mit der Neutorstraße stößt sich Matthias Nilius an der Tristesse aus Stein, Asphalt und Beton. „Etwas mehr Grün würde an dieser Stelle nicht schaden“, sagt der 32-Jährige, der als Biologie- und Chemielehrer an der Blautopf-Schule in Blaubeuren arbeitet.

Platzbesetzer im Großstadtdschungel

Jetzt schritt Nilius, der am Unteren Eselsberg in Ulm wohnt, zur Tat. Seit Samstag stehen vor dem Theater acht kleine Topfpflanzen, die auf kleinen Schildern, die Gedanken des Biologen ironisch transportieren. „Großstadtjungle“, „Graswurzelbewegung“, „Ulmer Platzbesetzer“ oder „Gegen das Grau(en)“ ist da zu lesen.

„Das Ganze ist als Anregung für etwas mehr Grün und als Gag gedacht“, erklärt Matthias Nilius, der sich direkt nach seiner Aktion in den Urlaub verabschiedet hat. Und sich ärgert. Denn eigentlich wollte er noch ein weiteres Schild aufhängen – über seinen Blumentöpfen: „Haste mal nen Schluck Wasser“ sollte draufstehen. Das hat er im Vorurlaubsstress nicht mehr geschafft.

Mitnahme und Erweiterung sind okay

„Wäre klasse, wenn jemand ein bisschen gießen könnte. Ist aber auch okay, wenn die Töpfe verschwinden und für mehr Grün auf einem Ulmer Balkon sorgen“, sagt der Aktions-Biologe. Aber auch umgekehrt darf es laufen: Vielleicht werden finden ja weitere Topfpflanzen hier ihren Platz und werden in der Innenstadt heimisch. Nilius selbst wird frühestens in zwei Wochen schauen können, was er am Theater-Vorplatz angestiftet

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