Wie bestellt schien die Sonne beim Ratiopharm-Eigentümer Teva im Donautal, als Dr. Markus Leyck Dieken, Teva-Deutschland-Chef, die neuen Elektroautos in Empfang nahm. Denn der Strom, mit dem die vier Fahrzeuge in Zukunft geladen werden sollen, kommt von der firmeneigenen Photovoltaik-Anlage im Donautal. "Damit erzeugen wir so viel Strom, wie unsere vier Autos im Jahr verbrauchen und sogar noch mehr", erklärte Leyck Dieken. Bis zu 28.000 Kilowatt Strom kann die Anlage bei voller Auslastung auf dem Firmendach produzieren. Die Autos verbrauchen nur etwa ein Drittel davon. Der Strom wird in das firmeneigene Stromnetz eingespeist, an dem die Ladestationen angeschlossen sind.

Die umweltschonenden Fahrzeuge sollen vor allem im Pendelverkehr zwischen den Werken im Donautal und in Weiler bei Blaubeuren zum Einsatz kommen. An beiden Standorten wurden dafür jeweils Strom-Ladesäulen installiert. "Eine Tankladung reicht für etwa 150 Kilometer", erklärte Pressesprecherin Ulrike Krieger-Ballhausen.

Für die Zukunft kann sich Leyck Dieken vorstellen, die gesamte Teva-Flotte, momentan etwa 630 Autos, nach und nach auf E-Autos umzustellen. "Natur war bei uns immer wichtig", sagte Leyck Dieken. Das liege schon im Firmennamen begründet. "Teva heißt auf Hebräisch Natur." Mit der regenerativ erzeugten Energie spare das Unternehmen Lärm, Staub und CO2 ein.

Neben der Natur könnte in Zukunft aber auch der Generikahersteller von Anlage und Autos profitieren, nämlich bei der Vergabe von Aufträgen. "Die EU diskutiertgerade darüber, pharmazeutische Hersteller nicht nur am Preis zu messen", sagte Leyck Dieken. "Faktoren wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz sollen in die Bewertungen mit einfließen."