Die kriselnde Ratiopharm-Mutter Teva ist tief in die roten Zahlen gerutscht. Das israelische Unternehmen, das global den Abbau von 14.000 Beschäftigten angekündigt hat, weist für 2017 einen hohen operativen Verlust von 17 Milliarden US-Dollar aus. Angesichts des zunehmenden Preisverfalls auf dem Markt für Nachahmermedikamente (Generika) waren Abschreibungen in ähnlicher Höhe erforderlich. Im Vorjahr dagegen war der börsennotierte Pharmahersteller noch profitabel. Der Umsatz legte zuletzt auch nochmal um etwa zwei Prozent auf 22 Milliarden Dollar zu. Allerdings erwartet der Konzern 2018 nur etwa 18 Milliarden. In der Bilanz hat vor allem der Erwerb des gleichgelagerten Generikaproduzenten Actavis zu einem riesigen Schuldenberg geführt. Konzernchef Kare Schultz legte daher im Kontext der Bilanzvorlage Wert darauf, dass Teva nun vorrangig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen müsse. Man mache starke Fortschritte bei der Restrukturierung.

An den deutschen Standorten Ulm, Blaubeuren und Berlin sollen wie berichtet etwa zehn Prozent der 2700 Stellen wegfallen. Berlin wird geschlossen. Die Details sind noch unklar und sollen zunächst mit dem Betriebsrat besprochen werden. Es bleibt daher auch offen, wie viele betriebsbedingte Kündigungen letztlich ausgesprochen werden.