Der Glasfaser-Ausbau in Ulm kommt nun auf breiter Front in Gang. So kündigt nicht nur die SWU Telenet ein Ausbau-Programm bis 2024 an, mit Start im Industriegebiet Donautal. Vielmehr geht nun auch der Marktführer Deutsche Telekom ins Rennen, und zwar im Gewerbegebiet Ulm-Nord an der Autobahn A 8. Dort haben nach einer Mitteilung der Telekom die mehr als 190 Unternehmen die Chance, sich kostenlos ans Gigabit-Hochgeschwindigkeitsnetz anschließen zu lassen. Das läuft wie folgt: Wenn sich bis zum 15. Mai 2019 etwa 30 Prozent der dort ansässigen Firmen für einen Glasfaseranschluss entscheiden, baut die Telekom das Gewerbegebiet aus.

Auch der Gigabit-Anschluss selbst ist demnach kostenlos. Die Telekom bietet im Abo Internet-Geschwindigkeiten von 100 Megabit pro Sekunde über 1 Gigabit bis sogar 100 Gigabit an. Dafür will der Konzern in Ulm-Nord neun Kilometer Glasfaser verlegen. Wie es heißt, wolle man beim Kabelausbau das Trenching-Verfahren einsetzen. Es sei zeitsparend, nachhaltig und kostensparend im Ausbau, führe zu kürzeren Bauzeiten und somit zu weniger Belastungen für das Umfeld.

Dazu der zuständige Chef für Telekom-Geschäftskunden: „Die Digitalisierung der Wirtschaft ist eine Chance und Herausforderung für Deutschland. Die Basis dafür ist eine flächendeckende Breitband-Versorgung. Das wissen wir und verstärken gerade deswegen den Glasfaserausbau in Gewerbegebieten.“ In der fünften Welle wolle man mit weiteren 161 Gewerbegebieten in die Vorvermarktung gehen. Rickmann betont, die Telekom baue nicht nur in Großstädten aus, sondern auch in ländlichen Regionen.

Die kommunale SWU Telenet hatte zuletzt ein großes Ausbauprogrammm in Ulm/Neu-Ulm verkündet. Dabei werden jährlich fünf Millionen Euro investiert. In der Ulmer Innenstadt startet der Ausbau, wie berichtet, im Gebiet „Auf dem Kreuz“