Preise für gute Forschung und Lehre: Die gab es am Montag an der Uni. Mit einem von der Ulmer Universitätsgesellschaft und der Uni gemeinsam vergebenen Forschungsbonus à je 10.000 Euro wurden die Psychologin Dr. Sarah Wilker, der Physiker Dr. Jorge Casanova und der Physiker und Mathematiker Dr. Vitalii Makogin ausgezeichnet.

Wilker beschäftigt sich in der Abteilung Klinische und Biologische Psychologie mit Traumaopfern, zu denen auch viele Geflüchtete zählen. Konkret forscht die 30-Jährige zu der so genannten Narrativen Expositionstherapie, bei der Betroffene ihre Erlebnisse aufschreiben und so verarbeiten sollen. Sie untersucht, inwieweit diese Therapie Einfluss auf Genveränderungen hat.

Am Institut für Theoretische Physik befasst sich Dr. Jorge Casanova mit der Erfassung und Informationsverarbeitung von Quanten. Er möchte unter anderem einen Sensor für den Nanobereich entwerfen, der die 3D-Form einer komplexen atomaren Struktur abbilden kann.

Dr. Vitalii Makogin vom Institut für Stochastik untersucht stochastische Zufallsflächen. Die Ergebnisse dieser Studie sollen helfen, neue mathematische Modelle, unter anderem für extreme Phänomene in der Klimakunde, aufzubauen und zu erforschen.

Den erstmals vergebenen Lehrforschungspreis der Fakultät für Medizin erhielt Projektkoordinatorin Astrid Horneffer aus der Dekanatsverwaltung für ihr Engagement beim Ausbildungsprogramm „Train the Tutor“. Dort werden Studenten, die bereits als Tutoren arbeiten, medizindidaktische Grundlagen vermittelt.

Für exzellente Stoffvermittlung gab es Lehrboni. Sie sind mit jeweils 2000 Euro dotiert und gehen an herausragende Dozenten, die die Studenten selbst vorgeschlagen haben. Preise erhielten Dr. Karin Stadtmüller, Anne Landhäußer, Dr. Benjamin Mayer, Prof. Marian Kazda sowie Dr. Philipp von Wrangell.