Nahverkehr Tageskarte im Stadtgebiet noch billiger?

Die Tageskarte für den ÖPNV im Stadtgebiet soll gesenkt werden.
Die Tageskarte für den ÖPNV im Stadtgebiet soll gesenkt werden. © Foto: j.o.photodesign - Fotolia
Ulm / cl 02.01.2018
OB Gunter Czisch schlägt nach Grünen und CDU jetzt ebenfalls vor, den Preis auf 4 Euro zu senken. Er kritisiert die Öffentlichkeitsarbeit des Ding.

Der Preis für die Tageskarte Single für das Stadtgebiet von Ulm und Neu-Ulm soll auf vier Euro gesenkt werden. Das schlägt nach einem entsprechenden gemeinsamen Antrag von Grünen und CDU jetzt auch Oberbürgermeister Gunter Czisch vor, und zwar in einem Schreiben an Landrat Heiner Scheffold und Thomas Mügge, Geschäftsführer des Donau-Iller-Nahverkehrsverbundes.

Hintergrund ist die Abschaffung der Ding-Card, die in den letzten Monaten für Diskussionen in der Bürgerschaft gesorgt hatte. In seinem Schreiben übt Czisch Kritik: Aus seiner Sicht habe „die Öffentlichkeitsarbeit von Ding den Sachverhalt nicht vermitteln“ können. Vor allem Senioren hätten gegen die Abschaffung protestiert. Czisch weiter: „Viele müssen auf jeden Cent schauen und fühlen sich ausgegrenzt, weil – so die weit verbreitete Meinung – nur noch Smartphone-Besitzer einen Rabatt bekommen.“ Dies sei eine fatale Botschaft für die Entwicklung der vernetzten Mobilität, in der die Digitalisierung eine zentrale Rolle spiele. Zwar habe er sich um Aufklärung bemüht, dennoch sei viel Unverständnis geblieben. Es käme nun nicht darauf an zu erklären, weshalb das Handy-Ticket eine Alternative sei, sondern darauf, Kunden ohne moderne Geräte nicht schlechter zu stellen.

Als Entgegenkommen hatte Ding den Preis der Tageskarte zu Jahresbeginn bereits von 5 auf 4,40 Euro gesenkt. Ein Preis von 4 Euro würde dem bis Ende 2017 gültigen Preis von zwei rabattierten Einzelfahrscheinen mit der Ding-Card entsprechen. Stimmt Ding dem Vorschlag zu, könnte das neue Angebot ab 1. Januar 2019, an dem die Ding-Card endgültig abgeschafft wird, gelten.

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