Ulm Tag der Rose: Rosenfreunde in ihrem Element

Ulm / CAROLIN STÜWE 09.06.2013
Rosenfreunde aus Ulm und Umgebung waren in ihrem Element beim Tag der Rose. Das Angebot reichte bis zur spitzen Ausputzschere.

„Dass man an Rosen glaubt, das bringt sie zum Blühen“, heißt ein Sprichwort. Nachdem Händler die Pflanzen am ersten warmen sonnigen Wochenende in diesem Jahr (!) auf den südlichen Münsterplatz gestellt hatten, ging am Samstag beim Tag der Rose tatsächlich noch manche Knospe auf. Erst recht, weil die unzähligen Besucher vermutlich das ganze Jahr über an Rosen glauben. Das ermöglichen die vielen Produkte, die es auf diesem Markt zu kaufen gibt – bei an die 40 Händlern.

Von Blütenpracht konnte man dieses Jahr also nicht sprechen, denn in den vergangenen kalten Wochen hatten sich auch die Rosen verhalten gezeigt. Umso üppiger und ohne Blattläuse ist ihr Grün gewachsen. So hatten die Gartenbesitzer ganz schön zu schleppen an den eingekauften Rosenstöcken.

Auch bereits blühende Begleitpflanzen wie weißer Rittersporn, dunkellila Lavendel, blauer Ziersalbei aus Ostfriesland und rote Malven wurden vom Markt getragen.

Das Zubehör für die tägliche Rosenpflege hatte Marktbeschicker Peter Menzel aus Ofterdingen im Angebot: eine spitze Ausputzschere, um zwischen den neuen Knospen gezielt die alten Blüten rausschneiden zu können. Fast unscheinbar am Rosenstock ist der mit braunem Papier umwickelte Anbindedraht, der laut Menzel nach einem dreiviertel Jahr im Kompost verrottet und verrostet.

Beim Tag der Rose drehte sich aber gewiss nicht alles nur um die Botanik und Gartenpflege. Pflegen können sich auch die Menschen: mit Rosenmassageöl, Rosenparfum und Rosenseife. Der Glaube an die Königin der Blumen festigte sich vor allem nach einer Flasche Prosecco mit Rosensirup oder nach dem dritten Glas Rosenbowle.

Wer einen klaren Kopf behalten wollte, setzte sich einen Strohhut mit vielerlei Stoffblüten auf oder griff zur zweizinkigen Grabegabel, die aufgrund ihrer Schlankheit bei der Bodenbearbeitung genau zwischen die Rosenstauden passt.

Wird eine Rose für die Vase abgeschnitten, geschieht dies mit der Gartenschere, schräg angeschnitten wird der Stiel mit dem Anschneider, und den unteren Teil bearbeitet man mit dem Entdorner. So lässt sich die Einstielige für alle Beteiligten schmerzfrei überreichen.